TSV KK könnte über dem Strich überwintern

Nach Punkt in Sulingen streben Krähen einen Heimsieg an

Der Fußball-Landesligist TSV Krähenwinkel/Kaltenweide bleibt unter Trainer Alexander Dosch ungeschlagen. Auch im vierten Spiel, in dem der neue Mann an der Seitenlinie stand, punkteten die Krähen. Am Sonntag brachten sie vom TuS Sulingen beim 2:2 einen Punkt mit. Dass die Rot-Blauen aufgrund der letzten Erfolge einiges an Selbstvertrauen gewonnen hatten, wurde gleich in der Anfangsphase der Partie deutlich. Das Team hatte jeglichen Respekt vor dem namhaften Gegner, der in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat, abgelegt. Ganz im  Gegenteil: Die Krähen begannen dermaßen stürmisch, dass nach zehn Minuten gleich fünf gute Offensivaktionen registriert werden konnten. Die besten Gelegenheiten hatten Helge Heider, der nach einem starken Zuspiel von Philipp Schmidt knapp scheiterte, und Louis Trollmann, dessen Schuss über die Latte flog. Von den hochgehandelten Sulestädtern, die in der vergangenen Spielzeit  noch der Oberliga angehört und als einer der Meisterschaftsfavoriten in die aktuelle Saison  gegangen waren, war bis dahin kaum etwas zu sehen. Und das Dosch-Team machte in diesem
Stil weiter. Felipe-Marcel Böttcher rannte blitzschnell in den Strafraum, hatte sich den Ball dann aber zu weit vorgelegt, um dort zum Abschluss zu kommen. Und nachdem Marcel Kunstmann sich nach einem starken Alleingang in das Sturmzentrum begeben hatte, ging der folgende Schuss haarscharf links vorbei. Den ersten Sulinger Torschuss, den Mehmet Koc abgegeben hatte, beantwortete der TSVKK dann mit dem Führungstreffer. Philipp Schmidt schien einen Zweikampf gegen Dennis Neumann bereits verloren zu haben, dann nahm er dem Kontrahenten mit einer starken Aktion doch den Ball ab. Schmidt schoss flach auf den Kasten, der Ball sprang noch einmal auf und fand dann den Weg über die Linie. Danach kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel. Sebastian Elvers hatte in der 26.Minute die bis dahin beste Torchance, als er rechts vorbeischoss. Ansonsten endeten die Sulinger Angriffsversuche immer wieder in der jederzeit aufmerksamen Hintermannschaft der Krähen. Helge Heider, Tim Hübner, Andreas Bart oder Christoper Marre – sie alle wussten durch starkes Stellungsspiel immer wieder zu überzeugen. So ging es mit einem verdienten Vorsprung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel entfachte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide erneut umgehend großen Druck. Böttcher zwang Sulingens Torhüter David Schröder bereits in der 46.Minute zu einer
starken Parade, doch fünf Minuten später war Schröder überwunden. Nach einer präzisen
Rechtsflanke von Louis Trollmann war Böttcher zur Stelle, um den Ball zum 2:0 über die Linie zu drücken. Krähenwinkels Zwei-Tore-Vorsprung währte jedoch nicht lange. In der 57. Minute sorgte Maximilian Meyer nach Vorarbeit von Sebastian Elvers für den Anschlusstreffer. Und nun sollten sich die Vorzeichen ändern. Der Treffer brachte den TuS Sulingen ins Spiel. Jetzt waren es die Gastgeber, die die Partie lange Zeit dominieren sollten. Sie drängten die Krähen mehr und mehr in deren Hälfte, lange spielte sich dort das gesamte Geschehen ab. TuS-Verteidiger Richard Sikut, der als einer der besten Einwerfer der Liga bekannt ist, warf den Ball bis in den Strafraum, wodurch Maximilian Meyer in gute Schussposition kam. Meyer scheiterte am gut reagierenden KK-Torwart Jan Helms. Doch nach 70 Minuten kamen die Platzherren durch Sebastian Elvers zum Ausgleich. Die Schlussphase stand dann ganz im Zeichen des Kampfes. Die Krähen kämpften unermüdlich, um den Punkt ins Ziel zu bringen. Es sollte gelingen, zumal der TuS eine aussichtsreiche Möglichkeit von Pascal Löhmann nicht nutzen konnte und ein Freistoß, den Christian Hegerfeld aus rund 18 Metern ausführte, in der Krähenwinkeler Mauer landete. So stand am Ende ein auf Grund der unterschiedlichen Halbzeiten durchaus gerechtes Remis. Natürlich grämte sich mach einer ob des verspielten Zwei-Tore-Vorsprungs. Doch überwog letztendlich eine andere Lesart: Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat es geschafft, einer Spitzenmannschaft in dessen Stadion bei ungemütlicher Witterung und angefrorenem Boden einen großen Kampf zu liefern. Den Zähler hat sich die Mannschaft redlich verdient. Und Dosch merkte nach Spielende noch einmal richtigerweise an, dass für sein Team jeder einzelne Punkt wichtig sei. Und nun hat der TSVKK sogar noch die Möglichkeit, am letzten Spieltag des Jahres auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. Eine Niederlage des Zwölften SV Iraklis Hellas vorausgesetzt, könnten die Krähen mit einem eigenen Sieg jenen zwölften Rang, der den ersten über dem Strich darstellt, einnehmen. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide spielt am Sonntag, 2. Dezember, um 14 Uhr zu Hause gegen den SVBE Steimbke.

Mannschaft: J. Helms, Hübner, Heider, Bart, Marre, Legien, Heineking, Trollmann (ab 67.Tegtmeyer), Schmidt (ab 86.S.Helms), Böttcher (ab 73.Pfeuffer), Kunstmann Trainer: Dosch
Tore: 22.0:1 Philipp Schmidt, 51.0:2 Felipe-Marcel Böttcher, 57.1:2 Maximlian Meyer, 70.2:2 Sebastian Elvers