TSV KK trennt sich torlos vom Mitkonkurrenten

Die Null steht – Krähen lassen gegen Pattensen nichts zu

Mit einem torlosen Unentschieden endete das erste Heimspiel des Fußball-Landesligisten
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide unter dem neuen Trainer Alexander Dosch. Zu Gast am Waldsee war der TSV Pattensen. Damit trafen die Krähen erneut auf einen direkten
Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die Pattenser kamen mit einem Vorsprung von vier Punkten gegenüber dem TSV KK an den Waldsee gereist. Es gelang den Rot-Blauen nicht, näher an den Gast heranzurücken. Doch sie konnten verhindern, dass sich die Distanz vergrößert. Wer Freude von exzellenter Defensivarbeit ist, wird Freude an diesem Spiel gehabt haben. Denn beide Abwehrreihen lieferten eine starke Leistung. In der Anfangsphase der Partie dominierte der TSV Pattensen die Begegnung. Im Hinspiel hatten
die Blau-Weißen bei ihrem 3:1-Sieg über KK ein sehr starkes Spiel gezeigt, und an jedem Freitagabend im August prognostizierten viele Besucher den Blau-Weißen eine Saison in der Spitzengruppe der Landesliga. Dass sie drei Monate später jedoch in Abstiegsgefahr schweben würden, hatte kaum jemand erwartet. Dennoch wusste Alexander Dosch um die Stärke der Pattenser, die zudem als echte Auswärtsspezialisten gelten und elf ihrer bis dato 16 Punkte in der Fremde geholt hatten. Schnell deutete der TSV Pattensen auch am Sonntag an, dass er abermals von einem Auswärtsspiel etwas mitzunehmen gedenkt. Den ersten Torschuss kurz nach Spielbeginn konnten die Krähen ins Toraus lenken, und einen Freistoß von Torjäger Darius Marotzke parierte Torhüter Andre Pigors. In der 22. Minute lief dann Sascha Lieber alleine auf das Krähenwinkeler Tor zu, doch fehlte ihm danach
die Kraft zu einem zielführenden Abschluss. Auf die erste Chance seitens des TSV KK musste der Anhang bis zur 30. Minute warten. Diese hatte es jedoch in sich. Felipe-Marcel Böttcher gab einen strammen Schuss ab, doch Armin Tvrtkovic im Gästetor reagierte glänzend. Damit hatten auch die Rot-Blauen ihre Ansprüche auf die zu vergebenden Punkte angemeldet. Sie kamen jetzt besser ins Spiel und hatten vor dem Seitenwechsel durch Marcel Kunstmann eine weitere Gelegenheit.
Nach der Pause kamen die Krähen deutlich besser aus der Kabine und hatten über die gesamte zweite Spielhälfte Oberwasser. Kunstmann spielte den Ball bald in den Lauf von Böttcher. Dieser erwies sich wieder einmal als schneller als sein Gegenspieler, den geplanten Lupfer über Tvrtkovic konnte dieser jedoch verhindern. Nach einem Freistoß von Renè Legien scheiterte Helge Heider mit einem Kopfball. Und in der Schlussphase bereitete Legien mit einem weiteren Freistoß erneut eine gute Kopfballchance vor. Diesmal war es Christopher Marre, von dessen Haupt der Ball knapp neben das Tor flog. Es waren die besten Gelegenheiten in einer Halbzeit, die ansonsten rar an Strafraumszenen war. Nicht zuletzt war dieses ein Verdienst der starken Abwehrreihen. Bei den Gästen war es neben Torhüter Tvrtkovic Innenverteidiger Dennis Albrecht, der wie ein Fels in der Brandung stand. Bei den Krähen indes war es erfreulich, eine klar erkennbare Weiterentwicklung bei der Verteidigung gegnerischer Standardsituationen zu vernehmen. Da war Tim Hübner, der den von rechts hereinfliegenden Ball aus der Gefahrenzone köpfte. Da war Helge Heider, der auf der Torlinie einen Einschlag verhinderte. Und da war Andre Pigors, der viele Bälle abfing und den Krähen zudem kurz vor dem Schlusspfiff mit einem starken Reflex den Punkt festhielt. An diesem Nachmittag wäre mit etwas mehr Durchschlagskraft und einem Quäntchen Glück sicherlich mehr möglich gewesen. Andererseits ist es der Mannschaft hoch anzurechnen, ohne Gegentor geblieben zu sein, was sicherlich auch für die Psyche nicht ganz unwichtig ist.
Am nächsten Sonntag geht es schon wieder gegen einen direkten Konkurrenten. Um 14 Uhr empfängt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide auf eigenem Platz den TV Stuhr. Der Aufsteiger liegt drei Punkte hinter den Krähen, insofern müssen die Krähen alles dafür tun, um den Abstand zu vergrößern. Doch die Stuhrer haben gerade die ganze Liga mit einem Auswärtssieg beim Meisterschaftsfavoriten SV Bavenstedt überrascht. So erwartet die Zuschauer am Sonntag eine spannende Begegnung.
Mannschaft: Pigors, Hübner, Bart, Heider, Pfeuffer (ab 55. Marre), Tegtmeyer, Heineking (ab 70. Reck), Böttcher, Legien, Groth (ab 80. S. Helms), Kunstmann; Trainer: Dosch.