Über diesen Punkt können sich die Krähen nicht freuen

Am Mittwoch Heimauftakt und Verabschiedung von Aufstiegshelden

Nach der Niederlage in Pattensen zum Saisonauftakt hatte sich der Fußball-Landesligist TSV Krähenwinkel/Kaltenweide fest vorgenommen, von der darauffolgenden Partie im am weitesten entfernten Spielort nicht mit leeren Händen zurückzukommen. Nun, bei der 120 Kilometer weiten Rückreise hatten die Krähen nach dem 0:0 tatsächlich einen Punkt im Gepäck. Angesichts des Spielverlaufs  überwog jedoch die Enttäuschung darüber, einen schlagbaren Gegner nicht besiegt zu haben. Das Waldsee-Team trat beim TV Stuhr im nördlichen Landkreis Diepholz an. Stuhr hatte in der Vergangenheit in der Bezirksliga 1 oftmals oben mitgespielt. In diesem Jahr hat es nun geklappt, und der TV Stuhr hat die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga erringen können. Ebenso wie der TSV KK hatte auch der TV Stuhr am ersten Spieltag eine
Niederlage erlitten. Es zeigte sich schon bald, dass die Krähen hier das überlegene Team stellen und deutlich mehr Ballbesitz auf sich vereinen sollten. Die erste Torchance hatte dennoch die Heimmannschaft. Ricardi Azzarellos Schuss wurde noch abgefälscht, doch Jan Helms im Krähentor war auf dem Posten. 15 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt absolviert, und es sollte lange dauern, bis es in diesem Match die nächste Tormöglichkeit geben sollte. Bis dahin sahen die Zuschauer ein wenig berauschendes Landesligaspiel. In der 34.Minute gelang es den Krähen dann, nach einem Ballgewinn einen Konter über Felipe-Marcel Böttcher einzuleiten. Der schnelle Offensivmann wurde durch ein Foul gestoppt. Philipp Schmidt verwertete den daraus resultierenden Freistoß
aus rund 30 Metern nicht. Die zweite Halbzeit begann dann um einiges vielversprechender. Die Rot-Blauen hatten den Druck sichtlich erhöht und kamen nun zu einigen Möglichkeiten. Andreas Bart nutzte eine Kopfballchance nicht. Ein Schuss von Marcel Kunstmann wurde von Stuhrs Torhüter Daniel Bischoff pariert, Renè Legien bekam den Abpraller nicht über die Linie. Und nach einer tollen Linksflanke von Böttcher sprang dem soeben eingewechselten Mohamed Akrout der Ball vom Fuß, sodass der anschließende Torschuss über das Tor flog. Als dann auch noch ein Akrout-Kopfball knapp neben dem Kasten landete, trauerten die Krähen mehr und mehr
den vergebenen Möglichkeiten nach. In dieser Phase hätte ein Treffer fallen müssen, zumal es den Anschein hatte, dass die Mannschaft des TV Stuhr zunehmend Probleme bekam, mit ihren Kräften hauszuhalten. Und dann kam die 81. Minute, und urplötzlich meldete sich die Heimelf zurück. Ein Kopfball von Fynn Rusche im Anschluss an einen Eckball ging haarscharf vorbei,  danach hatte auch Jenno Bülders eine große Kopfballchance. Ein Treffer für den TV Stuhr hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Doch es fiel kein Tor, ebenso wenig wie bei der letzten Szene des Spiels, als ein Schmidt-Freistoß für den TSV KK aus rund 18 Metern rechts
am Gehäuse vorbeiflog. So blieb es beim 0:0, mit dem sich der Aufsteiger zufrieden zeigen konnte. Die Krähen indes gaben sich enttäuscht. Nun gilt es, im lange ersehnten ersten Heimspiel der Saison alles zu versuchen, um den ersten Sieg einzufahren. Am Mittwoch,  15. August, erwarten die Krähen vor eigenem Publikum den VfL Bückeburg. Das Spiel beginnt um 19 Uhr. Bei einem frühzeitigen Erscheinen können die Fans der Verabschiedung von fünf verdienten TSVKK-
Spielern beiwohnen. Tjark Miener, Adrian Zimmermann, Marc Ulrich, Philipp Schütz und
Andrè Ulrich gehören aus Studiengründen, aufgrund von Wechseln vom Spielfeld auf die
Trainerbank und auch aus Verletzungsgründen dem Kader der ersten Herren nicht
mehr an. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat allen viel zu verdanken,
man denke nur an den Aufstieg 2015 und den fast unglaublichen Klassenerhalt 2017.
Sie bleiben dem Verein vom Waldsee auf unterschiedliche Art und Weise erhalten und
verdienen nun noch einmal großen Applaus des Anhangs.

Mannschaft: J. Helms, S. Helms, Bart, Dosch (ab 65. Schorler), Tegtmeyer, Marre, Legien, Schmidt, Trollmann (ab 60.A krout), Böttcher, Kunstmann Trainer: Przyklenk