Überholmanöver geglückt

Böttcher und Schorler treffen bei Krähenwinkels wichtigem Sieg

Die Erleichterung war spürbar. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat am Sonntag
das so wichtige Spiel im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga für sich entschieden.
Im direkten Duell empfingen die Krähen als 13. der Tabelle den Tabellenzwölften
SV Iraklis Hellas Hannover. Die Ausgangslage war klar: Sollte der TSV KK gegen
den griechischen Verein punkten, würde Rang zwölf, der am Ende der Saison den
sicheren Klassenerhalt bedeutet, wieder an den Waldsee gehen. Mehr als 400 Zuschauer wollten sich die Begegnung nicht entgehen lassen. Die Fans der „Krähen-Crew“ bildeten mit den am sogenannten „Stein“ plazierten Anhängern eine lautstarke Symbiose und unterstützen die Mannschaft nach Kräften. Auch die  Hannoveraner wussten zahlreiche Anhänger hinter sich. Sie alle sahen eine erste  Halbzeit, bei der nur wenige schöne Kombinationen zu sehen waren. Aber ein  schön anzusehendes Fußballspiel war bei dieser Konstellation auch nicht zu  erwarten. Der TSV KK hatte von Anfang an mehr vom Spiel. Der SV Iraklis leistete jedoch eine gute Defensivarbeit und blockte viele Krähenwinkeler Angriffsbemühungen ab. Dann ergab sich in der 29.Minute die bis dahin größte Chance für das Waldsee- Team. Nach einem von Tim Hübner von der rechten Seite geschlagenen Eckball und  einer Kopfballverlängerung durch Helge Heider köpfte Marcel Kunstmann den Ball  knapp über das Tor. Die Anhänger der Gäste mussten dagegen bis zur 42.Minute auf  die erste Torchance ihres Teams warten. Dimitrios Galanopulos konnte sie nicht  verwerten. So ging es ohne Tore in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang steigerte sich das Niveau der Begegnung. Und dann gab es  den ersten Torjubel. Nach einem Freistoß von Philipp Schütz ließ Iraklis-Torhüter Patrick Fiedler den Ball abprallen. Tim Hübner schoss ein. Doch dann verstummten die Freudentöne, denn aufgrund einer knappen Abseitsentscheidung zählte der Treffer nicht. In der Folgezeit wurde Iraklis etwas zielstrebiger. Einen Torschuss von Ahmed Jameleddine beförderte Oliver Pfeuffer aus dem Gefahrenbereich, und KK-Keeper Andre Pigors parierte stark gegen Cem Polat. Wäre hier das 0:1 gefallen, wer weiß, welchen weiteren Verlauf die Partie genommen hätte. Statt dessen gab es wenige Minuten später erneut großen Jubel auf rot-blauer Seite. Und diesmal gab es keinen Zweifel. Nach einem wichtigen Ballgewinn im Mittelfeld spielte Marcel Kunstmann den Ball in den Lauf von Felipe-Marcel Böttcher. Sein Torschuss wurde noch abgefälscht, so dass Fiedler die  Flugbahn des Balles nicht einschätzen konnte. Der Torhüter, der vor Jahren auch einmal  für den TSV KK gespielt hatte, konnte nur noch hinterher sehen, wie das Spielgerät  langsam über die Linie kullerte. Ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage in  diesem wichtigen Spiel war bei Iraklis kaum auszumachen. Dagegen hatten die Krähen  bis zum Schlusspfiff die Hoheit über die Partie inne. Und sie legten nach. In der 83. Minute fiel mit dem Treffer zum 2:0 die Entscheidung. Marc Heineking fing einen Torwartabschlag ab, leitete den Ball an den starken Tim Hübner weiter, und  dessen Rechtsflanke brachte Lukas Schorler zum erlösenden zweiten Tor im Kasten  unter. Der Torschütze hatte einige Monate in der Fußballschule von Wynton Rufer in  Neuseeland verbracht und war nun erstmals wieder eingewechselt worden. Nun war es
ihm vorbehalten, den Abstiegskrimi zu entscheiden.  Beim Schlusspfiff konnte man die Steine, die dem Team und seinen Anhängern von den Herzen fielen, förmlich hören. Noch ist es ein weiter Weg zum Klassenerhalt, doch dieser Sieg war ein großer Schritt zur Rettung. Zwei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele stehen noch auf dem Programm. Am nächsten Sonntag, 12. Mai, spielt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide um 15 Uhr beim SV
Ramlingen/Ehlershausen. Erwischen die Krähen einen guten Tag, sollte auch dort
etwas möglich sein.

Mannschaft: Pigors, Marre, Heider, Pfeuffer, Tegtmeyer, Dosch (ab 10.Schütz), Legien
(ab 85.Bart), Heineking, Hübner, Böttcher (ab 72.Schorler), Kunstmann Trainer: Krajewski
Tore: 66.1:0 Felipe-Marcel Böttcher, 83.2:0 Lukas Schorler