Unentschieden gegen den BHC 31:31-Endstand am Sonnabendabend

Am heutigen Samstagabend halt es für DIE RECKEN in der Wuppertaler Halle zu bestehen und sich gegen die zu Hause stark aufspielenden Bergischen Löwen durchzusetzen. In der ersten Halbzeit konnten sich die Gastgeber mit zwei Toren absetzen. Die Niedersachsen kämpften sich jedoch zurück ins Spiel und hatten mit dem letzten Angriff es gar selbst in der Hand, als Sieger von der Platte zu gehen.

„Am Ende konnten wir die Chance leider nicht nutzen, mit zwei Punkten die Heimreise anzutreten. Kai Häfner und Martin Ziemer waren heute so etwas wie eine Lebensversicherung für uns. Es wäre sicher mehr drin gewesen und wir waren heiß darauf, als Sieger von der Platte zu gehen“, zeigte sich Kapitän Torge Johannsen aufgrund der verpassten Chance zunächst etwas enttäuscht. „Wir haben super gekämpft und uns als Mannschaft präsentiert. Das gilt es mitzunehmen“, findet er aber schnell positive Worte.

Torreiche Anfangsphase

Bereits die erste Minute deutete an, dass es zwischen den RECKEN und dem Bergischen HC in den kommenden 60 Minuten hitzig zu gehen würde. Zunächst scheiterte Rúnar Kárason an dem BHC-Torhüter Mario Hohnstock, im anschließenden Tempogegenstoß verpassten es aber auch die Hausherren den ersten Treffer zu markieren. Lars Lehnhoff netzte postwenden dann für die Gäste zum 1:0 ein. In der ersten Viertelstunde gelang es den Teams, die meisten ihrer Angriffe mit einem Tor abzuschließen, was zu einem 7:6-Zwischenergebnis nach zwölf gespielten Minuten führte.

Den RECKEN gelang es mit fortlaufender Uhr den Rückstand aufzuholen und mit den stark aufspielenden Gästen zunächst gleichzuziehen (9:9, 17.). Sieben Zeigerumdrehungen später, gelang es den Niedersachsen dann durch Kai Häfner, der sich zielstrebig durch die Abwehr der Bergischen Löwen kämpfte, mit 13:11 in Front zu gehen. Nachdem die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer bis dato einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Abstand in eine Zwei-Tore-Führung gedreht hatten, waren jetzt die Gastgeber wieder unter Zugzwang.

Löwen mit gutem Lauf

Sukzessive gelang es nun auch dem BHC den Spielstand wieder auszugleichen. Dies gelang den Wuppertalern in Minute 27, nachdem Kristian Nippes einen Querpass der RECKEN abfangen konnte und postwendend zum 13:13 egalisierte. In den letzten fünf Minute vor Halbzeitpfiff konnten sich die Bergischen Löwen durch einen 5:1-Lauf im ersten Durchgang mit 16:14 zunächst etwas absetzen.

Der Bergische HC hatte nun, nach Anpfiff in den zweiten Durchgang die Chance, zum ersten Mal im Spiel mit drei Toren davonzuziehen. Die Rechnung ging für die Gastgeber jedoch nicht auf, denn im Tor der RECKEN präsentierte sich Martin Ziemer mit einer starken Parade (32.) gegen Rückraumspieler Nippes. Die Partie entwickelte sich nun immer mehr zu einem Handball-Krimi, die in den finalen Minuten ihren absoluten Spannungs-Höhepunkt erreichen sollte.

Nichts für schwache Nerven

DIE RECKEN konnten sich nun durch das 19. Tor der Niedersachsen die Führung wieder zurückerobern (38). Mit dem Tor durch Csaba Szücs in der 45. Minute wurde die mit Spannung geladene letzte Viertelstunde der Partie in Solingen eingeläutet (22:24). Fünf Minuten vor Ende der Begegnung hatten die DIE RECKEN die Nase mit einem Tor vorne (31:30.) In der 58. Minute setzte Martin Ziemer mit seiner vierten Sieben-Meter-Parade ein deutliches Zeichen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sich jeder der anwesenden Zuschauer von seinem Sitz erhoben, denn noch verblieben zwei Minuten, bis der endgültige Ausgang feststand.

Christian Hoße erzielte das 31:31 für den Bergischen HC 40 Sekunden vor Ablauf der Zeit. In der alles entscheidenden finalen Phase verpassten es DIE RECKEN jedoch den letzten Angriff durch ein Tor aus dem Spiel heraus zu beenden. „Wir haben sehr engagiert gespielt. Aufgrund des Verlaufes ist es ärgerlich, dass wir nicht zwei Punkte holen konnten. Die Stimmung war hitzig und die Zuschauer haben den BHC nach vorne gepeitscht, daher bin ich froh, dass wir in der kleinen Halle in Solingen, trotz der Möglichkeit mit einem Tor in Front zu gehen, einen Zähler mitnehmen zu können“, resümierte Geschäftsführer Benjamin Chatton die Begegnung.