Ungeschlagen auf eigenem Eis

Saison für die Langenhagen Jets vorbei

Langenhagen. Die aktuelle Regionalligasaison ist für die Langenhagen Jets schon vorbei. Der sehr kompakte Spielplan hat es so gewollt. Zum Abschluss stand noch einmal ein Doppelspieltag an. Zuerst mussten die Jets zu einer im Herreneishockey eher unüblichen Zeit um 10 Uhr morgens an der Ostsee bei Timmendorf Storm antreten. Schon einen Tag später waren dann die Harsefeld Tigers zu Gast in Langenhagen.
Der frühe Spielbeginn in Timmendorf schien eine gewisse Schläfrigkeit bei den Langenhagenern ausgelöst zu haben. Die ersten zwei Drittel wurden komplett verschlafen. Die Jets agierten ohne Druck und mit vielen Fehlern, die die Timmendorfer effektiv ausnutzten und auf somit 4:0 davonzogen. In der
zweiten Drittelpause wurde das Team von einer ordentlichen Ansprache des Trainerteams wachgerüttelt. Philip Rickerts, Jörg Meyer und Justin Spenke schafften den Anschluss zum 4:3. In den letzten Minuten versuchten die Jets alles, um den Ausgleich zu erzielen und nahmen auch den Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch der Puck wollte nicht mehr ins
Timmendorfer Tor. Die Gastgeber nutzten sogar noch einen Puckverlust und entschieden das Spiel mit dem 5:3 endgültig für sich. Bereits am nächsten Tag wollten die Jets es besser machen und sich im letzten Saisonspiel
anständig von den Fans verabschieden. Zudem galt es den Nimbus der Unschlagbarkeit auf eigenem Eis zu erhalten und für die Hinspielniederlage in Harsefeld Revanche zu nehmen. Doch auch in dieser Partie waren die Jets zu Beginn von einer seltsamen Lethargie befallen und die Gäste aktiver auf dem Eis. So erzielten die Tigers auch in der siebten Minute die Führung erzielen. In
den nächsten Minuten kamen die Langenhagener besser ins Spiel, blieben im Spielaufbau aber sehr fehlerhaft und daher auch ohne Druck vorm gegnerischen Tor. So dauerte es bis zur 18. Minute bis Jörg Meyer den Ausgleich erzielen konnte.
Im zweiten Drittel ein unverändertes Bild, doch wieder konnte Jörg Meyer einen der wenigen gelungenen Angriffe zur 2:1-Führung abschließen. In der Folge übernahmen die Jets das Zepter, und die Gäste wussten sich nur noch durch eine härtere Gangart zu helfen. Im letzten Spielabschnitt kippte die Partie endgültig zu Gunsten der Flughafenstädter. Justin Spenke erzielte das 3:1 und sicherte sich damit die Torschützenkrone der Jets. Mario Breneizeris und noch zwei weitere Tore des glänzend aufgelegten Jörg Meyer erhöhten das Torekonto auf 6:1.
Kurz vor Schluss durfte Kevin Schmoock nach einer kleinen Rauferei vorzeitig duschen gehen. Da sein Strafminutenkonto damit auch Spitzenwerte erreichte, bekam er dafür in Anschluss an die Partie von den Fans die Krone des Strafbankkönigs verliehen. Die Harsefelder konnten die anschließende Überzahl noch zur Ergebniskosmetik nutzen. Doch im Anschluss feierten die Fans ihr Team für den Sieg und eine gelungene Saison. Die Jets stehen weiterhin an der Spitze der Regionalliga Nord. Konkurrent Nordhorn hat aber vier Spiele Rückstand und wird mit aller Wahrscheinlichkeit die Jets noch von der Spitze verdrängen.