Verfolgerduell gegen den BSV Rehden

SCL startet als Tabellendritter in die Rückrunde

(rt). Es ist noch nicht lange her, da musste man sich um den Oberligisten SC Langenhagen große Sorgen machen. Der Kader hatte nach vielen Abgängen weder Qualität noch Quantität und ein langer Kampf um den Klassenerhalt schien vorprogrammiert. Doch 17 Spieltage später reibt sich der Beobachter verwundert die Augen. Die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz liegt hinter dem Führungsduo aus Cloppenburg und Goslar auf einem herausragenden dritten Tabellenplatz. Von Abstiegskampf kann nach einer spielerisch wie kämpferisch sensationellen Vorrunde nicht die Rede sein. Die Saisonziele musste schon frühzeitig korrigiert werden, ein Angriff auf die Regionalliga steht kurz bevor. Mittlerweile ist die Ungewissheit gewichen, es könne sich um Eintagsfliegen oder Glücksiege handeln. Woche für Woche bestätigt die zusammengewürfelte Truppe ihren guten Lauf. Und dies, nachdem die Spielzeit fürchterlich begonnen hatte. Mit einer 0:5-Klatsche in Rehden und einer weiteren hohen Niederlage in Holthausen-Biene wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr. Vor der Rückrundenpartie gegen die Diepholzer mit ihrem neuen Trainer Jürgen Stoffregen liegen beide Teams jedoch hinter dem SCL! Auch wenn alle Nachholspiele ausgetragen sind, rangieren die Langenhagener auf einem Aufstiegsplatz. Wenn morgen um 14 Uhr der Anpfiff ertönt, wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die beiden Teams über die Saison entwickelt haben. Beide Vereine träumen vom Aufstieg. Rehden ist in dieser Hinsicht schon geübter, da der BSV über die Jahre immer wieder mit großen finanziellen Mühen den Sprung in die nächsthöhere Klasse anvisiert. Mit dem 54-jährigen Stoffregen, jahrelang im Jugendbereich von Hannover 96 tätig und als Verantwortlicher des TSV Havelse schon in die Regionalliga aufgestiegen, scheint der richtige Trainer gefunden zu sein. „Wir sind im grünen Bereich. Auswärts müssen wir jedoch kompakter auftreten“, bringt er die Problematik auf den Punkt. Zuhause eine Übermacht mit einem Torverhältnis von 39:3 , läuft es in der Fremde sehr bescheiden. Lediglich ein Sieg in sieben Spielen ist ein Armutszeugnis. Im Spitzenspiel in Goslar war beim 1:1 eine Besserung in Sicht, insbesondere wurde die kämpferische Einstellung verbessert. Zu beachten ist im Offensivspiel Mehmet Koc, der schon neun Treffer erzielte und ebenso viele Assists verbuchte. Auch wenn es aus der Tabelle nicht ersichtlich ist, die Heimmannschaft ist in der Außenseiterrolle. Eine Situation, die dem SCL in der Hinrunde jedoch sehr gut gefallen hat.