Verfolgerduell gegen Osnabrück

SC Langenhagen auf dem Sprung nach oben

(rt). Hätten die Experten vor der Saison die Prophezeiung aufgestellt, der SC Langenhagen könnte im oberen Abschnitt der Oberliga gut mitmischen, hätten die Verantwortlichen nur ein müdes Lächeln entgegnet. Nach dem zehnten Spiel ist aus diesem Lächeln ein breites Grinsen geworden. Niemand hätte ernsthaft vermutet, dass die neu formierte Mannschaft in der fünften Liga so gut mitspielen würde. Als Saisonziel wurde für die mit unterklassigen Neuzugängen aufgefüllte Truppe ein Nichtabstiegsplatz ausgegeben. Nun muss man wissen, dass in dieser Spielzeit lediglich ein Team den Gang in die Landesliga antreten muss. Sollte dies ausgerechnet der SC Langenhagen sein? Es ist kaum zu glauben, dass so etwas tatsächlich in Erwägung gezogen wurde. Doch nach teilweise überragenden Vorstellungen, unter anderem auch beim 1:4 gegen Hannover 96, sind neue Ziele anzustreben. Wenn im heutigen Heimspiel der Verfolger, die zweite Vertretung vom VfL Osnabrück, geschlagen werden könnte, besteht sogar die Möglichkeit, zum Tabellenführer nach Punkten aufzuschließen. Unfassbar aber wahr. Gerade wenn an das Pokalaus in Burgdorf oder die ersten beiden bösen Auswärtspleiten in Rehden (0:5) und Holthausen/Biene (0:4) gedacht wird. „Wir wissen was wir können. Um zu punkten, müssen wir an unsere Leistungsgrenze gehen“, hält Trainer Hilger Wirtz den Ball bewusst flach. Zu einer Änderung der Zielsetzung ist er im Moment noch nicht bereit. Doch insgeheim muss die Konzentration nun auf einen Platz im vorderen Tabellenbereich gerichtet sein. Alles andere ist mit den gezeigten Leistungen nicht kompatibel. Schwer wird es gegen die VfLer allemal. In vier Auswärtsspielen blieben die Mannen um Trainer Joe Enochs ungeschlagen. Auch wenn die bisherige Saison ein Wechselbad der Gefühle darstellt, schlagen kann der Nachwuchs des Drittligisten in dieser Klasse jeden. Ein 3:0 in Emden oder auch ein 2:2 gegen Rehden ließen aufhorchen. Die Früchte hängen mal wieder sehr hoch für die Gastgeber, doch war dies bisher schon oft der Fall. Eine Lösung fand die Mannschaft aus der Flughafenstadt hingegen immer.