Viele unerwartete Spielergebnisse

Das Langenhagener Team.

Deutsche Meisterschaften Bosseln unter Coronabedingungen

Jetzt fanden nach einem Jahr Pause in Rudolstadt (Thüringen) wieder Deutsche Meisterschaften im Bosseln statt. Gemeldet hatten neun Landesverbände mit insgesamt je elf Damen- und Herrenmannschaften. Einige Landesverbände hatten aufgrund der Ausschreibungsbedingungen verzichtet zu melden, sodass eigentlich qualifizierte Vereine nicht antreten konnten. Für Niedersachsen waren vom Landesverband je zwei Mannschaften gemeldet, wobei bei den Herren nur die Bückeburger und Langenhagens Männer bereit waren, unter den gegebenen Hygienevorschriften zu starten. Weitere teilnehmende Mannschaften aus Niedersachsen waren die Damen aus Langenhagen als Titelverteidigerinnen, und die Damen aus Stadthagen.
Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete durften antreten, wobei sogar Geimpfte und Genesene einen aktuellen Test vorlegen sollten. Wer in die Halle ging (im Einbahnstraßenverkehr) musste vorschriftsgemäß eine FFP2-Maske tragen, die in der Halle nur zum Wurf abgesetzt werden durfte! Die Bossel wurden nach jedem Spiel desinfiziert, ebenso wie die Schiedsrichtertische. Schiedsrichter mussten zusätzlich Einweghandschuhe tragen.
Das Desinfizieren der Bossel führte im Ergebnis zu einer Unzahl von Fehlwürfen, weil die Bosselstiele aufgeweicht waren und vielfach in der Hand kleben blieben.
Am Ende des ersten Tages allerdings wurde auch aufgrund der defekten Belüftungsanlage das FFP2-Gebot aufgehoben.
Es gab eine große Zahl unerwarteter Spielergebnisse. Langenhagens Männer litten unter der Doppelbelastung eines Spielers als Schiedsrichter und Spieler, erst nach Auswechselung gegen das älteste Mannschaftsmitglied geriet die Mannschaft auf die Erfolgsspur, sodass im Letzten Spiel sogar der spätere Meister BVRS Cham geschlagen werden konnte, einzige Niederlage der Mannschaft aus Cham. Es reichte im Endergebnis für die Herren nur für Platz zehn, punktgleich mit den Mannschaften aus Bischofsheim (Platz neun) und Neutraubling (Platz acht). Beste Spielerin bei den Herren war die stark Sehbehinderte, Katharina Sass. Zweiter bei den Herren wurde die BSSV Köthen und Dritte ie BRSG Kyffhäuser. Die zweite niedersächsische Mannschaft aus Bückeburg war mit einem sechsten Platz erfolgreicher als Langenhagen.
Die Damen aus Langenhagen konnten ihren Titel zwar nicht verteidigen, schlugen sich aber unter den gegebenen Bedingungen gut. In der Besetzung Karin Beck, Doris Brink, Petra Fischer und Sabine Sauermilch erreichten sie einen ordentlichen dritten Platz hinter den Damen des BSSV Köthen und der erfolgreichen Mannschaft der SV Aerobic Arnstadt.
Die Damen aus Stadthagen waren am zweiten Tag nicht in bester Form und beendeten die Deutschen Meisterscgaften – allerdings immer noch besser als die Herren aus Langenhagen – auf Platz neun.