Von Havelse bis zum Silbersee und zurück

Der Startschuss zum Silberseelauf.Foto: D. Lange
 
Die beste Mannschaft nimmt den Pokal aus der Hand von Bürgermeister Friedhelm Fischer entgegen.Foto: D. Lange

Silberseelauf: gutes Training für Hannover-Marathon

Langenhagen (dl). Sonnige minus acht Grad Celsius bei leichtem Wind sind sicher keine idealen Bedingungen für einen Laufwettbewerb, sie stellen aber auch kein besonderes Problem dar. Das Gelände rund um den Silbersee war trocken, weitgehend schneefrei, und es ließ sich gut laufen. Die Läuferinnen und Läufer trotzten der Kälte auf sehr unterschiedliche Weise. Einige wenige hatten sich vermummt, andere wieder sah man mit kurzen Hosen oder kurzärmligen T-Shirts. Viele Aktive aus Langenhagen nutzten den Weg von ihrer Wohnung zum Silbersee, um sich für den Wettbewerb aufzuwärmen. Andreas Kolbe, der für DJK Sparta startete, dachte sich: „Das kann ich auch“ und legte die 15 Kilometer von seinem Wohnort Havelse zum Silbersee laufend zurück. Zusammen mit den 7,8 Kilometer rund um den See hatte er damit sein sonntägliches Laufpensum mehr als erfüllt. Er sagt: „Ich laufe sonntags sowieso im Schnitt 20 Kilometer, und hier geht’s ja im Grunde auch um nichts. Insofern war das heute ein gutes Training für den Hannover-Marathon im Mai“. Den Rückweg nach Havelse legte er dann aber doch mit dem Auto zurück. Auch für den Sieger des Langstreckenlaufs über sechs Runden, Dirk Schwarzbach vom TSV Kirchdorf, war das Rennen über 7,8 Kilometer ein gutes Training für den Lauf zur Landes-Crossmeisterschaft am nächsten Sonntag in Lingen. Der Rundkurs um den Silbersee bildet traditionell den Saisonauftakt für die niedersächsischen Crossläufer und ist gleichzeitig auch wieder der erste Lauf zur Laufpass-Aktion der Region Hannover. Die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde und Holger Mönch von der Sparkasse Hannover starteten deshalb auch gemeinsam das Hauptrennen über die Langstrecke von 7.8 Kilometer. Der Sieg über diese Distanz ging in diesem Jahr an Dirk Schwarzbach vom TSV Kirchdorf mit einer Zeit von 23:48 Minuten, der damit schneller war als der Sieger des vergangenen Jahres, Johannes Raabe von der LG Hannover. Raabe, der in diesem Jahr den zweiten Platz belegte, lief mit 24:02 Minuten exakt dieselbe Zeit wie bei seinem Sieg im vorigen Jahr. Dritter wurde Thomas Bartholome – ebenfalls vom TSV Kirchdorf – mit seiner Zeit von 24:57 Minuten. René Menzel machte mit dem vierten Platz den Mannschaftserfolg für den TSV Kirchdorf komplett. Auf Platz 17 kam Paul Teichert mit einer Zeit von 28:14 Minuten und war damit bester Sparta-Läufer. Der Sieg bei den Frauen über 7,8 Kilometer ging an Dorothea Schwarzbach, ebenfalls vom TSV Kirchdorf. Mit ihrer Zeit von 29:33 Minuten verwies sie Bianca Stanienda, die für den SVE Hiddestorf startete und die mit 29:55 Minuten ebenfalls noch unter 30 Minuten blieb sowie Nadine Eckert vom TuS Wunstorf auf die Plätze 2 und 3. Auf Platz 5 lief Justyna Czupryniak von DJK Sparta mit einer Zeit von 33:17 Minuten.
Es war insgesamt ein erfolgreicher Tag für den TSV Kirchdorf, der diesmal nicht nur die Einzelwertungen für sich entschied, sondern auch den Wanderpokal für die beste Mannschaftsleistung aus der Hand von Bürgermeister Friedhelm Fischer entgegen nehmen durfte.