Wasserballer vor Saisonstart

Geänderter Modus – neues Gesicht in der Mannschaft

Nachdem die Saison 2019/2020 im März 2020 aufgrund der Corona Pandemie abgebrochen wurde und die Saison 2020/2021 pandemiebedingt ausgefallen ist, fiebern die Wasserballer dem Start in die neue Saison entgegen. Der Verband hat sich auf einen neuen Modus verständigt. Demnach wird eine stark verkürzte Wintersaison gespielt. Hierbei sind auf Bezirksebene fünf Gruppen mit jeweils vier Mannschaften gebildet worden. Die fünf stärksten Mannschaften der abgebrochenen Saison haben hierbei die Gruppenköpfe gebildet und es wurden jeweils drei Mannschaften zugelost. Der Modus bestimmt, dass die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe sich für die Bezirksliga 1 qualifizieren, während die beiden Gruppenletzten in die Bezirksliga 2 einsteigen werden. Im Sommer wird dann dort eine einfache Runde gespielt werden. Nach allgemeiner Einschätzung hat hierbei die erste Mannschaft des SVL die schwerste Gruppe erwischt. Man trifft dort auf die Reservemannschaft von Laatzen, den Hamelner SV sowie TB Stöcken. Die zweite Mannschaft hat es mit der Reserve von Waspo Hannover, der zweiten Reserve aus Laatzen und Wagenfeld zu tun.
Im ersten Saisonspiel am Sonntag trifft die erste Mannschaft des SVL gleich auf die Mannschaft aus Hameln, die in der Vorsaison noch in der Oberliga gespielt hat. Wenn sich der SVL für die Bezirksliga 1 qualifizieren will, ist in diesem Spiel Verlieren verboten.
Spielertrainer René Euscher geht auch mit gemischten Gefühlen in die Saison. „Die Mannschaft befindet sich aufgrund eingeschränkter Trainingsbedingungen sicher nicht in einem optimalen Zustand, daher fällt eine Saisonprognose derzeit schwer. Wir werden mit der ersten Mannschaft versuchen, unsere optimale Leistung abzurufen und so erfolgreich wie möglich zu spielen. In der zweiten Mannschaft sollen alle Spieler des Kaders genügend Spielpraxis sammeln, hier müssen wir sehen, wie der Leistungsstand der einzelnen Spieler und des Teams sein wird.“
Das Gesicht der Mannschaft/des Kaders beider Mannschaften hat sich etwas geändert. Der Kader wurde um talentierte Jugendspieler wie Clint Veltrup, Joris Euscher und Linus Groth, die den Sprung in die Herrenmannschaft schaffen sollen, erweitert.
Spannend dürfte sein, wie sich die drei Neuzugänge, die der SVL in den letzten Monaten dazugewonnen hat, integrieren werden.
Neu in dem Team sind Michael Kremer, der aus Sarstedt dazugekommen ist sowie Lennart Laes der vom Hamelner SV zurück nach Langenhagen wechselte. Eine ganz besondere Verstärkung dürfte der dritte Neuzugang Pavle Japaridze sein. Der 38jährige ehemalige georgische Nationalspieler spielte von 2003 bis 2012 in der Ukraine sowie danach in verschiedenen Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga in Deutschland.
Spielertrainer René Euscher zu dem Neuzugang: „ein absoluter Glücksfall für unser Team. Wenn Pavle seinen Trainingsrückstand aufgeholt hat, wird er mit seiner individuellen Klasse eine unglaubliche Bereicherung sein. Insbesondere werden sich seine Qualitäten in der Offensive bemerkbar machen.“
Sonntag um 17.30 Uhr in Hameln wird sich zeigen, ob die 20-monatige Wettkampfpause von den Wasserballern kompensiert werden konnte. Die Langenhagener sind jedenfalls heiß darauf, endlich wieder um Punkte Wasserball spielen zu können.