Wenn der Rollstuhl blockiert

Die Trainingseinheit in der IGS Süd war ein toller Erfahrungsaustausch für beide Teams. (Foto: O. Krebs)

MTB-Basketballer tauschten Erfahrungen mit Hannover United aus

(ok). Erste Bundesliga meets erste Regionalliga Nord – ein ungleiches Kräftemessen im Basketball. Ja, aber nicht wegen der unterschiedlichen Ligazugehörigkeit, sondern wegen der Art der Fortbewegung. Entweder zu Fuß oder aber im Sportrollstuhl. Die MTB Maskets haben jetzt ihre Kollegen von Hannover United zum Training nach Langenhagen eingeladen, sich selbst einmal in die Rollstühle gesetzt. Und ganz schnell festgestellt, dass das alles nicht so leicht ist, wie es vielleicht aussieht. „Die Kraft muss wegen des Wurfwinkels ganz anders eingesetzt werden“, sagt MTB-Coach Benjamin Travnizek. Und auch die Technik unterscheide sich deutlich. Das hat auch Martin Kluck festgestellt. Er spielt seit dem elften Lebensjahr Rollstuhlbasketball, obwohl er nicht körperbehindert ist. Sein Vater hat ihn an den Sport herangeführt, war ebenfalls Trainer. Bis zur C-Jugend hat Kluck noch parallel beim VfL Hameln „normales“ Basketball gespielt, bis er dann komplett in den Rollstuhl gewechselt ist. Und auch der Spielertrainer der MTB Baskets sieht die Technik als großes Unterscheidungsmerkmal an. Gerade im Eins zu Eins und ohne Ball. Und Der Kontakt soll jetzt intensiviert werden, die Spieler wollen sich bei ihren Matches beispielsweise gegenseitig besuchen.