Wie gewonnen so zerronnen

Jets mit zu wenig Durchschlagskraft

Die Langenhagen Jets gingen am vergangenen Wochenende das Unternehmen Eroberung der Tabellenführung an. Für die Jets stand ein Doppelspieltag an. Konkurrent Nordhorn hatte hingegen spielfrei. Teil 1 des Unternehmens Tabellenführung war am Freitagabend das Spiel gegen das Team von Timmendorf Storm. Die Timmendorfer haben sich in dieser Saison als unangenehm zu spielende
Mannschaft herausgestellt und diesem Ruf sollten sie auch in Langenhagen gerecht werden. Die Jets kamen gegen die Gäste von der Ostsee zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Eher glücklich kam der frühe Führungstreffer durch Timo Mackensen zustande. Doch bereits wenige Minuten später glichen die Gäste aus. Es entwickelte sich ein wahres Fehlpassfestival, und Trainer Björn Naujokat musste bereits in der 10. Minute sein Team zur Auszeit an die Bande bitten. Doch auch danach wurde das Spiel der Jets nur wenig besser. Es reichte aber noch zur
erneuten Führung durch Jörg Meyer. In der Drittelpause setzte es eine ordentliche Standpauke für das Team. Diese schien die Spieler erreicht zu haben, und es wurde nun konzentrierter gespielt. Angriff auf Angriff rollte nun auf das
Timmendorfer Tor, doch Gästegoalie Oliver Schmökel war sehr gut aufgelegt. So reichte es nur zu einem Treffer durch Mario Breneizeris zum 3:1. Im Schlussdrittel erhöhte wiederum Breneizeris auf 4:1. Doch danach kehrte wieder der Schlendrian ein. Zudem wurde das Spiel nun nickelig und es gab einige Strafzeiten. Eine dieser
Überzahlsituationen nutzten die Timmendorfer zum 4:2. Dabei sollte es aber auch bleiben. Teil 2 der Mission folgte bereits zwei Tage später beim Tabellenletzten Harsefeld. Die Mannschaft fuhr gut gelaunt zu dieser Partie, hatten die Tigers mit Ausnahme eines Sieges nach Penaltyschießen nur Niederlagen auf dem Konto stehen. Aber es kam ganz anders. Die Tigers waren sofort mit viel Biss und Kampf in der Partie und erzielten schon in der zweiten Minute die Führung. Diese glichen die Jets schonzwei Minuten später aus, doch die Freude währte nicht
lange und die Tigers lagen wiederum in Führung. Es kristallisierte sich danach heraus, dass das eine schwere Partie für die Langenhagener werden sollte. Der Tabellenführer zeigte zwar die bessere Spielanlage, aber auch viele Fehlern im Spielaufbau. Der Tabellenletzte setzte hingegen auf großen Kampf, den die Jets alledings nicht annahmen. So rannten die Langenhagener für den Rest des Spiels
immer einem Rückstand hinterher. Rickerts, Spenke (zweimal) und Jörg Meyer trafen noch für die Jets, doch am Ende stand ein 6:5-Sieg für die tapfer kämpfenden Harsefeld Tigers zu Buche. Trainer Björn Naujokat zum Wochenende: „ Wie ein Konkurrent um die Tabellenführung sind wir dieses Wochenende nicht aufgetreten. In beiden Spielen waren wir im Spielaufbau zu fehlerhaft
und damit hatten wir zu wenig Durchschlagskraft vor dem Tor. Gegen Timmendorf ist das noch gut gegangen. Aber Harsefeld hat am Ende den Sieg mehr gewollt als unser Team. Wir haben nun vor dem nächsten Spitzenspiel gegen Salzgitter noch eine Menge Arbeit.“ Die Langenhagen Jets haben auch mit dieser Niederlage die Tabellenführung in der Regionalliga Nord erobert. Konkurrent Nordhorn hat aber mit drei Spielen weniger und nur einem Punkt Rückstand nun beste Chancen, die Jets endgültig zu überholen und im Kampf um die Krone zu distanzieren.
Die nächste Partie ist das Spitzenspiel gegen Verfolger CRE Salzgitter Icefighters. Anpfiff ist am Sonntag, 29. Januar, um 18.30 Uhr im Lenny Soccio Ice und Event Center an der Brüsseler Straße.