Zwei schwarze Serien beendet

2:0: Neue Hoffnung im Abstiegskampf für Sparta

„Es gibt Gegner, zu denen muss man erst gar nicht erst hinfahren, da kann man die Punkte am besten gleich per Post schicken.“ Wenn man weiß, dass die Spartaner am Sonntagnachmittag bei einem wahrhaftigen Angstgegner antreten mussten, war die Skepsis von Vorstandsmitglied Hilmar Brodersen im Vorfeld durchaus nachvollziehbar. In der Tat wies die Bilanz seit Spartas Abstieg aus der Bezirksliga im Jahr 2007 bei den Garbsenern nur Niederlagen aus. Nach dem Abpfiff des umsichtig leitenden Schiris Karsten Ritter aus Mardorf gab es diesmal jedoch nur strahlende Gesichter. Natürlich in erster Linie wegen des unerwarteten Dreiers, der dazu sozusagen als Zugabe ohne Gegentor zustande kam. Und ein derartiges Erfolgserlebnis kannten die Schwarz-Gelben auch schon seit April 2011 nicht mehr. Um das zuletzt oft lückenhafte Abwehrverhalten zu stabilisieren, trat die Elf vom Silbersee mit einem kompakten Mittelfeld-Aufgebot und nur einer Sturmspitze an. Dieses Rezept einer kontrollierten Offensive sollte den Platzherren in der Folge mehr als nur Rätsel aufgeben. Ihre Angreifer verfingen sich ein ums andere Mal in der sicher gestaffelten Abwehrformation um Alexander Reinhardt und Frederick Krell. Als der ebenfalls gut aufgelegte Daniel Klassen in der 10.Minute Alexander Steinpreis mit einem langen Pass in Richtung TuS-Strafraum schickte, behielt dieser Ruhe und Übersicht und vollendete zum 0:1.
Dumm nur, dass sich Spartas Sturmführer kurz darauf eine gelbe Karte einhandelte und eine weitere Viertelstunde später für ein Allerweltsfoul gar die Ampelkarte sah (35.Minute). Personelle Gleichheit stellte der konsequente Unparteiische in der 41.Minute her, als er Garbsens Sebastian Krüger nach hartem Einsteigen gegen Dennis Schweer ebenfalls vorzeitig unter die Dusche schickte. Zwei gute Möglichkeiten, in diesem Spiel vorzeitig alles klar zu machen, verpassten nacheinander Sedat Ekinci und Reinhardt, deren Kopfbälle soeben noch abgewehrt werden konnten.
Ein Ruhekissen bedeutete die knappe Führung zur Pause natürlich nicht und nachdem die Hausherren im zweiten Abschnitt ihre Angriffe zunächst etwas konstruktiver anlegten, bekam auch der gute Kevin Nöhren in Spartas Gehäuse Gelegenheit sich auszuzeichnen. Die Phase, in der eine Wende noch durchaus noch zu befürchten war, beendete der wiederum vorbildlich agierende Mannschaftsführer Schweer mit seinem 14. Saisontreffer zum 0:2 in der 64.Minute. Während die DJK-Elf dank mannschaftlicher Geschlossenheit nun wieder an die solide Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen konnte, machte sich bei Garbsen Verunsicherung und leichte Resignation breit. Einige Konterchancen blieben ungenutzt und somit der Ausbau des Ergebnisses. Dennoch sollte dieser Erfolg den Spartanern Auftrieb für die nun anstehenden Wochen der Wahrheit mit Spielen gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Teams vom SC Wedemark und Wacker Neustadt geben, dazwischen noch ein Auftritt beim TSV Kolenfeld.
Der Tabellenletzte SC Wedemark tritt am Sonntag um 15 Uhr auf dem Sportplatz am Silbersee an. Noch zu gut ist die peinliche 1:6-Schlappe aus dem Hinspiel in Erinnerung. Ein Sieg würde die Situation der Schwarz-Gelben im Kampf gegen den Abstieg merklich verbessern.

Aufstellung Sparta: Kevin Nöhren, Jeffrey-Appiah Stock, Frederick Krell (68. Minute Alexander Brandt), Alexander Reinhardt, Pawel Martyn, Daniel Klassen, Alexander Steinpreis, Sedat Ekinci, Nikolai Dückmann (55. Minute Bardiya Pourrahmati), Steven Schmeisser, Dennis Schweer.