Zwei Silberne, eine Bronzene bei Norddeutscher

Es fehlte das Quäntchen Glück (von links): Cem Justin Karaca, Hannah Deliu und Robin Gierschik.

Judo-Club Godshorn trumpft auch auf höchster Ebene auf

Jetzt fanden in Bremen die Norddeutschen Meisterschaften der männlichen und weiblichen U 14 statt. Der JC Godshorn war mit vier Kämpferinnen und Kämpfern am Start und landete dreimal auf dem Treppchen. Ein großer Erfolg für die noch jungen Athleten. Als Erster musste Cedric Huber (bis 34 Kilogramm) auf die Matte. Er erwischte einen guten Start und zog mit einem Punktsieg in die nächste Runde ein. Der zweite Kampf war nach drei Minuten ausgeglichen, und es folgte das Golden Score, bei dem die erste erzielte Wertung den Kampf beendet und über den Sieg entscheidet. Hier verlor Cedric unglücklich nach einer kleinen Unachtsamkeit und kämpfte damit in der Trostrunde weiter. Cedric zeigte hier einen starken Kampf gegen den Kaderathleten Felix Spillner, bei dem es wieder in der regulären Kampfzeit zu keiner Wertung kam. Im erneuten Golden Score hielt Cedric sehr gut dagegen und ließ keine Wertung gegen sich zu. Der Kampfrichterentscheid fiel dann gegen Cedric aus, da Spillner als der aktivere Kämpfer angesehen wurde. Eine knappe Entscheidung, die für Cedric das Ausscheiden aus der Meisterschaft bedeutete. Nach langer Wartezeit begann die Meisterschaft dann auch für Cem Justin Karaca (bis 60 Kilogramm) und Robin Gierschik (mehr als 60 Kilogramm).
Zwei vorzeitige Siege in der Vorrunde brachten Cem in das Halbfinale. Dort musste er sich geschlagen geben und rutschte in das kleine Finale um Platz 3 gegen Luke Arzenton von Eintracht Hildesheim. Mit einer kleinen Wertung siegte Cem schließlich in einem spannenden Kampf und holte sich verdient die Bronzemedaille.
Robin hatte zunächst ein Freilos und erkämpfte sich dann zwei vorzeitige Siege gegen den Vizelandesmeister aus Schleswig-Holstein, Gödderz, und den Landesmeister aus Hamburg, Pannier. Im Finale stand Robin dann Tammerlan Gasteev aus Bremen gegenüber. Dieser Kampf war an Spannung kaum zu überbieten. Nachdem in der regulären Kampfzeit von beiden keine Wertung erzielt wurde, ging es in das Golden Score, die plötzliche Entscheidung. Hier erzielte Robin nach einer Minute eine Yuko-Wertung durch Ko-soto-gake. Alle jubelten und feierten Ihn als neuen Meister. Nach Kampfunterbrechung und Beratung durch die Mattenrichter wurde diese Wertung aber aus nicht ersichtlichen Gründen zurückgenommen. Allerdings hatte Robin bereits seine Konzentration verloren, musste in den letzten Sekunden eine Wertung gegen sich zulassen und wurde so „nur“ Vizemeister. Dennoch ist dies eine tolle Leistung, auch wenn Robin sich zunächst noch nicht richtig freute.
Als letzte ging Hannah Deliu in der Klasse bis 48 Kilogramm an den Start. Auch sie begann fehlerlos mit drei aufeinanderfolgenden Punktsiegen und stand damit wie schon im Vorjahr im Finale. Hannah dominierte zwar den Kampf gegen Klara Skiera aus Stade, erzielte aber keine Wertung. So ging es auch für sie in das Golden Score. Beide Kontrahentinnen schenkten sich hier nichts, aber wiederum konnte keine Kämpferin einen zählbaren Vorteil erkämpfen. Es kam also zu einer Kampfrichterentscheidung. Nach Heben der Fähnchen wurde zunächst Hannah als Siegerin angezeigt, und die Freude war riesig. Dann aber nahmen die Kampfrichter die Entscheidung unverständlicherweise zurück und zeigten beim zweiten Mal Klara Skiera als Siegerin an. Für Hannah bedeutete dies, wie schon 2010 die erneute Vizemeisterschaft auf norddeutscher Ebene.
„Die Godshorner Judoka haben prima Kämpfe gezeigt, aber leider fehlte am Ende das nötige Quäntchen Glück. Dennoch war dies von allen eine sehr starke Leistung auf höchster Ebene“ kommentierte Trainer Fehmi Deliu überaus zufrieden den Abschluss der diesjährigen Meisterschaftsserie der U14.