Das Mädchen aus dem Uchter Moor

Das Torfstechen wurde den Gästen anschaulich erläutert.

SoVD besuchte Strohmuseum in Twistringen

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide. Kürzlich haben sich 50 Mitglieder des SoVD Ortsverbandes Krähenwinkel/ Kaltenweide auf eine Reise ins Naturschutzgebiet Uchter Moor gemacht. Zunächst ging es mit dem Bus zum Strohmuseum in Twistringen. 300 Jahre Strohverarbeitung haben Twistringen für ein lange Zeit geprägt. Wesentliche Elemente dieser Prägung sind die erzeugten Produkte, die eingesetzten Geräte und die benötigten Fertigkeiten. Das Aufkommen moderner Produkte hatte in den 60er Jahren zur Schließung der meisten Stroh verarbeitenden Betriebe zur Folge. 1992 haben Ehrenamtliche des Heimat- und Bürgervereins Twistringen ein Museum aufgebaut, um die Geschichte des Strohs den folgenden Generationen zu erhalten. Bei einer Führung wurde die Herstellung eines Strohhutes auf alten Maschinen vorgeführt und mit Vorträgen bei einem Rundgang die Geschichte der Strohverarbeitung erklärt. Nach dem Mittagsessen ging es weiter ins Naturschutzgebiet "Uchter Moor". Über Jahrhunderte wurde im Großen Moor Torf mit der Hand gestochen, der der bäuerlichen Bevölkerung als Brennmaterial diente. Mit der Moorbahn fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Geschwindigkeit von sechs Stundenkilometern 9,5 Kilometer durch das Moor. Ein Führer erklärte anschaulich Moor, Torf, Fauna und Flora. Weiter berichtete er, dass bei Torfstecharbeiten in den Jahren 2000 und 2005 Teile eines menschlichen Skeletts gefunden worden seien. Die Wissenschaft stellte fest, dass die Moorleiche 2650 Jahre alt ist. Sie ist bekannt als „Moora“ das Mädchen aus dem Uchter Moor. Nach der Rückkehr am Bahnhof Essern konnte man sich noch im Informationszentrum „ Tor zum Moor“ die Ausstellung anschauen.