Die Eulen Norddeutschlands

Frei sitzend ist der Rauhfußkauz eher selten zu beobachten. Ludwig Uphues betreut seit Jahren die Population im Fuhrberger Forst. (Foto: NABU/Christoph Bosch)

Bildvortrag von Ludwig Uphues am Freitag, 22. März, ab 18 Uhr

NABU Langenhagen. Eulen, die Königinnen und Könige der Nacht. Einst gefürchtet als Totenbringer, dann verehrt als Gottessymbol und heute so gut wie vergessen. Wer kann von sich selbst behaupten, in seinem Leben eine dieser gefiederten Schönheiten in freier Wildbahn gesehen zu haben? Ihr Status als lautlose Jäger in tiefen Nachtstunden weicht mehr und mehr dem Schicksal vieler gefährdeten Arten. Und der, der diesen atemberaubenden Jägern zur Gefahr wird, ist wie so häufig der Mensch. Fast alle Eulenarten in Deutschland gelten als gefährdet. Für den Rückgang ihrer Populationen ist vor allem die Lebensraumzerstörung – also alte, naturbelassene Wälder – verantwortlich. Die als Nahrungsquelle lebensnotwendigen Kleinsäuger stehen durch die Intensivierung der Landwirtschaft auch weniger zur Verfügung. Dennoch, nicht erst seit »Harry Potter« haben Eulen Freunde, die sich für ihren Schutz einsetzen. Die BAG (Bundesarbeitsgruppe) Eulenschutz des NABU-Bundesverbandes ist ein ehrenamtlich beratendes Gremium, das sich aus Experten für die zehn in Deutschland vorkommenden Eulenarten zusammensetzt. Sie befasst sich mit Fragestellungen des Eulenschutzes. Konkrete Aufgaben, Projekte und Tätigkeiten sollen auf der Basis der Gefährdungslage und naturschutzrelevanter Erkenntnisse organisiert werden. Der Sprecher der NABU BAG Eulenschutz Ludwig Uphues stellt im Vortrag die in Norddeutschland anzutreffenden Eulenarten vor und erläutert gleichzeitig, welche Maßnahmen zum Schutz dieser faszinierenden Tiere beitragen. Wussten Sie, dass Eulen mit ihrem Gehör in der Lage sind, auf mehr als 100 Meter Entfernung eine Maus unter einer dichten Schneedecke zu orten? Diese und andere faszinierende Fähigkeiten der Eulen werden den Gästen des Vortrages nähergebracht.
Der Termin findet am Freitag, 22. März, von 18 bis 20 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt, weshalb eine Anmeldung erforderlich ist. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der VHS Langenhagen statt und ist kostenlos. Über eine Spende für den Naturschutz würden sich die Veranstalter freuen.
Veranstaltungsort: Bildungszentrum im Eichenpark, Stadtparkallee 31, 30853 Langenhagen