Die Stadt des Westfälischen Friedens

Im Friedenssaal erzählt die Stadtführerin vom 30-jährigen Krieg bis zum „Westfälischen Frieden“ (1648). 42 Ölgemälde zeugen von dem historisch wichtigen Ereignis der deutschen Geschichte.

MTV-Vorstand besichtigte Bischofssitz Osnabrück

MTV Engelbostel-Schulenburg. Im südlichen Niedersachsen entlang des Teutoburger Waldes fließt das Flüsschen Hase. An einer flachen Furt querten in früheren Zeiten Ochsengespanne (Ossen) das Flüsschen. Später wurde eine Brücke gebaut. So entstand der Name Osnabrück. Im Laufe der Geschichte hat sich Osnabrück zu einer Großstadt entwickelt (170.000 Einwohner), die drittgrößte in Niedersachsen. Sie ist Bischofssitz seit 780, Stadt des Westfälischen Friedens (1648), und mehr als 28.000 Studenten studieren an Universitäten und Hochschulen.
In diesem Jahr war Osnabrück das Ziel der MTV-Vorstandsfahrt. Jetzt startete die Gruppe mit 17 Teilnehmern in Richtung Westen ins Osnabrücker Land. Das traditionelle Frühstück vor der Abfahrt durfte nicht fehlen. Zwei interessante Programmpunkte hatte das Organisationsteam ausgearbeitet, eine Stadtrundfahrt in die nähere Umgebung und einen Stadtgang durch die historische Altstadt.
Sehenswert war schon zu Beginn der Traditionsbus, ein MAN-Doppeldecker-Oldtimer aus dem Jahr 1980. Im Oberdeck nahmen die MTVer ihren Platz ein. Unterwegs erzählte der Reiseleiter vieles über die Entwicklung der Stadt, eine Zeitreise, die er auf lebendiger Art darstellte. Den Piesberg hoch (knapp 200 m) hatte der alte Diesel doch schon einiges zu leisten, ein paar kleine Aussetzer leistete sich die Maschine. Nach zwei Stunden etwa war der Bus an seinem Ziel angelangt.
Am zweiten Tag stand der Stadtgang durch die historische Altstadt auf dem Programm. Am Rathaus traf sich die Gruppe mit der Reiseleiterin. Erstes Ziel war der „Saal des westfälischen Friedens“. Das herausragende geschichtliche Ereignis fand im Jahr 1648 statt. In Osnabrück und im benachbarten Münster wurde der “Westfälische Frieden” geschlossen. Die Reiseleiterin erzählte interessant von diesem Ereignis. Anschließend ging es durch die Gassen der Altstadt. Mittelalterliche Giebel mit aufwändigem Schnitzwerk schmücken die Häuserzeilen der Krahn-, Marien und Hegerstraße. Sie zeugen vom einstigen Wohlstand der Kaufmannsfamilien, denn Osnabrück war Prinzipalstadt des westfälischen Quartiers der Hanse.
Ziel und Endpunkt des Stadtganges war der römisch-katholische Dom St. Petrus, ein massives Bauwerk mit romanisch-gotischer Fassade. Im frühen Mittelalter entstand das Bauwerk, das nach Zerstörungen, Wiederauf- und umbauten sein heutiges Erscheinungsbild prägt. Dem Bistum gehörten seit jeher Bischöfe, Ordensbrüder und -schwestern, Priester, Diakone und so weiter an. Heutiger Bischof ist Franz-Josef Bode.
Die MTV-Gruppe war sich einig, dass die Reisführerin einen sehr lebhaften, interessanten Einblick in die Stadtgeschichte gegeben hat.
Die jährliche Fahrt unternimmt der Vereinsvorstand, um die Kommunikation untereinander zu fördern. Die Ziele sind vorwiegend historische Städte im norddeutschen Raum.