Ein Fest der Vereine

Das Zithersextett- – wegen Krankheit nur ein Quintett – und die Gäste.Foto: D. Lange

Neujahrsempfang des Bürger- und Heimatvereins in der Galerie Depelmann

Bürger- und Heimatverein Langenhagen (dl). Zum Neujahrsempfang des Langenhagener Bürger- und Heimatvereins in der Galerie Depelmann kamen diesmal überraschenderweise mehr Gäste als erwartet, sodass allmählich die Sitzgelegenheiten knapp wurden. Aber letztendlich fand dann doch jeder einen Platz. Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeister Friedhelm Fischer, Orchesterchef Ernst Müller, Hartmut Bernsdorf vom Heimatbund und Walter Euhus, der in Burgdorf ein kleines Fahrradmuseum betreibt, als Vertreter des Lönsverbandes. Das Neujahrstreffen stand auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto „Musik-Kunst-Literatur“ und wurde musikalisch umrahmt vom Zithersextett „Leise Töne“. Was genau macht eigentlich ein Bürger- und Heimatverein? Dazu Ernst-August Nebig, der bekannte und langjährige Mitarbeiter dieser Zeitung und seit 25 Jahren Vorsitzender des Vereins: „Der Verein wurde 1957 gegründet und hat heute 145 Mitglieder. Zusammen mit dem Stadtarchiv, das aus dem Förderkreis Heimatkundliche Sammlung hervorging, beschäftigen wir uns mit der Langenhagener Stadtgeschichte und Stadtentwicklung. Einer der Höhepunkte der Vereinsarbeit ist in jedem Jahr das Hägermahl am Freitag nach Aschermittwoch im Jägerhof, der in diesem Jahr außerdem noch seinen 75. Geburtstag feiert“. Nebig, der seit 2004 der Ortsheimatpfleger der Stadt Langenhagen ist, ist bei allen Fragen zur Geschichte der Stadt mit eingebunden, und das wird in diesem Jahr zum 700-jährigen Stadtjubiläum auch so sein. Im Zusammenhang mit diesem Jubiläum gründeten die 2. Vorsitzende des Vereins, Christa Röder, und die Ratsfrauen Ulrike Jagau von den Grünen sowie Gabriele Spier, CDU, gemeinsam die AG „Ganz Langenhagen ist ein Museum“ (GLIEM). „Wir haben uns zum Ziel gesetzt“, sagt Christa Röder, „historische Gebäude in der Stadt mit Hinweisschildern zu versehen, die Auskunft geben über das Alter und die Geschichte des jeweiligen Hauses." Ernst-August Nebig ist derzeit mit der Stadt im Gespräch, den großen Findling am Friedhof an der Grenzheide mit den Wappen zweier ehemaliger Fürstentümer zu versehen. Dieser Ort bildete dereinst nämlich die Grenze zwischen dem Fürstentum Celle und dem Fürstentum Calenberg, zu dem außer Hannover auch Langenhagen gehörte. Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum wird im September das zehnte Kulturfestival des Kulturrings Langenhagen über die Bühne gehen mit dem Heimatfest im Eichenpark als Abschlussveranstaltung. Dies wird ein Fest der Langenhagener Vereine sein, darunter auch der Bürger- und Heimatverein, die sich bei dieser Veranstaltung vorstellen werden. Der Veranstaltungskalender zum Stadtjubiläum wird in Kürze veröffentlich werden.