"Ein ganz anderer Blickwinkel"

Hat Gefallen an der Arbeit mit Blumen und Pflanzen gefunden: Ann-Kathrin Lüerßen.Foto: O. Krebs

RKS: Neuntklässler organisierten Berufemarkt mit "hoher Professionalität"

Langenhagen (ok). Der Weg zum Wunschberuf – nicht immer einfach. Die Schülerinnen und Schüler haben zwischen vielen Angeboten an Ausbildungsberufen die Qual der Wahl, müssen den Job finden, der zu ihnen passt und in dem sie einen Großteil ihres Lebens verbringen müssen. In der Robert-Koch-Realschule absolvieren die Mädchen und Jungen zwei Praktika in der neunten Klasse, holen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler nach der zweiten Runde mit einem Berufemarkt ins Boot. Die Bandbreite der Präsentationen war riesig, reichte von Klassikern wie Friseurin, Hotelfachfrau und Bankkaufmann bis hin zu exotischeren Berufen wie Tanzlehrer oder Konditorin bei Marché am Flughafen. Dort hatte Ina Günther im März ihr Praktikum absolviert und gleich einen so guten Eindruck hinterlassen, dass sie ihre Lehrstelle schon sicher hätte. Aber Ina will doch lieber studieren, aber zugegeben: Die Muffins sind ihr gut gelungen. Viel Spaß an der Arbeit mit Menschen aber auch gern in der Natur ist Ann-Kathrin Lüerßen. Die Neuntklässlerin hat in den Beruf der Floristin hineingeschnuppert und eine Menge Eindrücke während ihres Praktikums gesammelt. Impressionen, die sie jetzt gern an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weitergibt, denn „das ist ja noch einmal ein ganz anderer Blickwinkel, als wenn uns darüber etwas erzählt wird.“ Für Fachlehrerin Silke Dorn ist ist die Berufsfindung ein langer Prozess, in den viele Erfahrungen eingehen müssen: eigene, aber eben auch die anderer Schüler aber auch Erwachsener. Auf die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler ist sie richtig stolz, die hätten den Berufemarkt mit einer „hohen Professionalität“ organisiert, in ihre Präsentationen viele Eyecatcher eingebaut. Nicht nur während ihrer Praktika, auch in diesem Punkt hätten die Schülerinnen und Schüler eine Menge Eigenverantwortung bewiesen, ihre Praktikumswahl und den Weg zu ihrem Wunschberuf mit kleinen Vorträgen verdeutlicht. Silke Dorn machte im Gespräch mit dem ECHO deutlich, dass in unserem durchlässigen Schulsystem Vieles möglich ist. So gingen viele Absolventinnen und Absolventen der Robert-Koch-Realschule zunächst einmal auf Fachgymnasien oder Fachoberschulen, bevor sie sich in ihrer Berufswahl endgültig festlegten. Denn eines sie natürlich auch klar: Zu viel Wissen kann es niemals geben.