Ein Jahr mit Höhen und Tiefen

Der Vorstand der Langenhagener DLRG-Ortsgruppe. Foto: D. Lange
 
Eingerahmt von den beiden Vorsitzenden Torsten Semmler und Roland Freudenmann: Dieter Laske, der seit 60 Jahren Mitglied ist in der DLRG-Ortsgruppe Langenhagen ist. Foto: D. Lange

Jahreshauptversammlung bei der DLRG Langenhagen

Langenhagen (dl). Die ehrenamtlichen Wasserretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind, ebenso wie ihre Kollegen im Rettungsdienst von der Freiwilligen Feuerwehr, speziell ausgebildete Fachkräfte mit einem breit gefächerten Spezialwissen, um im Einsatz allen Anforderungen und Eventualitäten professionell begegnen zu können. Das erfordert ein ständiges, intensives Training sowie eine den modernen Anforderungen angepasste Ausrüstung. Die Zahlen, die die DLRG-Ortsgruppe Langenhagen anlässlich ihrer Jahresversammlung jetzt vorgelegt hat, zeigen, dass deren Mitglieder im Jahr 2018 rund 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet haben. Mehr als zwei Drittel davon, insgesamt 6.902 Stunden und damit deutlich mehr als im Vorjahr, leisteten 107 der aktiven Mitglieder in dem langen und heißen Sommer 2018 allein im Wachdienst. Der große Rest setzt sich zusammen aus Einsatzdiensten, Übungen und Veranstaltungen. Die Zahlen im einzelnen: 823 Stunden für die allgemeine Schwimmausbildung, 290 Stunden in der Ausbildung Rettungsschwimmen, 655 Stunden für Ausbildungstätigkeiten Tauchen sowie Übungen für Einsatzdienste. Nicht zu vergessen die Arbeiten in und am neuen Anbau sowie diverse Veranstaltungen am See. Vom Ostercup über das Seefest bis zur Nacht der Lichter. Die Bilanz des Wachdienstes im Jahr 2018 verzeichnet 63 Hilfeleistungen für Personen, davon zwei Notfallrettungen am Ostufer. Aufgrund des tragischen Ausgangs in einem Fall gaben die beiden Badeunfälle Anlass zu regen Debatten bezüglich der Sicherheit im Badebereich am Ostufer. Bei einer Überprüfung in Ufernähe durch die Stadt und mit Hilfe der DLRG wurden verschiedene Untiefen mit steilen Abbruchkanten im Wasser festgestellt. Entsprechende Hinweisschilder sollen die Badegäste künftig vor den Gefahren warnen. Neben der Jahresbilanz und diverser Berichte aus den einzelnen Sparten standen bei der Hauptversammlung für die 73 anwesenden Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe die Neuwahlen zum geschäftsführenden und erweiterten Vorstand auf dem Programm. Veränderungen gab es lediglich auf zwei Positionen. Annika Rittner übergab aus familiären Gründen das Amt des Schatzmeisters an Thorsten Binde und wird künftig als dessen Stellvertreterin agieren. Außerdem wurden Anja Menon, Björn Allmeling und Sebastian Lause als neue Beisitzer gewählt. Alle anderen Amtsinhaber einschließlich des Vorsitzenden Torsten Semmler freuten sich, im Amt bestätigt und wiedergewählt zu werden. Für ihre langjährige Vereinstreue wurden, beginnend bei zehn Jahren, Alexander Greinert, Peter Hippler, die Familie Anja, Gilgian, Julian, Marian und Patrick Menon sowie Nina-Luise Trümper ausgezeichnet. 25 Jahre: Jessica Bürgel, 40 Jahre: Hildegard Kramarz, Dietmar Leitlauf, Andreas Restetzki und Werner Vogt, 50 Jahre: Renate Bethke und 60 Jahre: Dieter Laske.
Die Jugendvorsitzende Finja Dörel absolvierte im letzten Jahr 308 Wachstunden am See und erhielt als Dank dafür den großen und den kleinen Adler. Der Große bleibt, mit ihrem Namen versehen, in der Rettungsstation, den Kleinen darf sie sich Zuhause für ein Jahr in die Vitrine stellen. Derzeit bereiten sich die 492 Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe auf das große Landesjugendtreffen in Langenhagen vor mit den Landesmeisterschaften im Rettungsschwimmen, das mit 1.800 bis 2.000 Teilnehmern vom 11. bis 14. April dieses Jahres über die Bühne gehen soll.