„Ganz feines Händchen“ war gefragt

Angriff gegen Verteidigung: Am Ende landeten aber weder Lokalmatador Philipp Zirpel (blaues Trikot) noch Florian Gloy ganz vorn.Foto: O. Krebs

Technisch anspruchsvolles Tischtennis beim Kaltenweider Clickballturnier

(ok). „Das Geräusch ist für einen herkömmlichenTischtennisspieler eigentlich eine Qual“, sagt Organisator Ralf Schuseil vom TSV KK schmunzelnd. Es klickte und klackte in der Sporthalle der Kaltenweider Sporthalle an zwölf Tischen, wie im Vorjahr ging im Norden Langenhagens auch in diesem Jahr ein Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft im Clickball über die Bühne. Clickball – eine Sportart, die besonders technisch versierten Spielern, die vielleicht nicht ganz so schnell sind, entgegenkommt. Gespielt wird mit Sandpapierschlägern; die Bedingungen sind an allen Tischen gleich, die Schläger werden gewechselt, und so genannte Materialspieler bekommen Probleme an den Tischen. So konnten die Zuschauer interessante Sätze sehen, in denen ausgesprochene Defensivakteure auf ausgeprägte Offensivspezialisten trafen. Unterklassige Spieler haben beim Clickball auch durchaus Chancen gegen höherrangige. Auf jeden Fall war bei jedem sportlichen Vergleich ein „ganz feines Händchen“, ein gutes Ballgefühl und auch Geduld gefragt. Altersklassen gab es nicht; jeder spielte gegen jeden. Jüngster Teilnehmer war der erst 13-jährige Max Grothe, Ältester im Feld der 64-jährige Wolfgang Ecke aus Lehrte-Hämelerwald. Herübergeschwappt ist der Sport aus Großbritannien vor etwa drei Jahren, auf der Insel richtig populär. „Dort ist das eine richtige Show“, weiß Ralf Schuseil. In Deutschland gibt es mittlerweile etwa 700 Aktive. Einige der besten trafen sich in Kaltenweide, und am Ende musste sich der Titelverteidiger im Klassement von 53 Teilnehmern überraschend klar geschlagen geben. Daniel Schildhauer aus Ahrensburg/Großhansdorf siegte gegen Thorsten Lentfer aus Quickborn klar in zwei Sätzen, dürfte so aussichtsreiche Chancen bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt haben. Den dritten Platz belegte Claus Gottschlich. Weiter für Erfurt qualifiziert: Dwain Schwarzer, Niklas Otto, Holger Pfeiffer, Björn Könecke und Gernot Gardinowski. Für Lokalmatador Philipp Zirpel – im Vorjahr noch bei den nationalen Titelkämpfen am Start – reichte es dieses Mal allerdings nicht.