Gemeinsam für Artenvielfalt

Regine Tantau freut sich auf spannende Beratungsgespräche und ist Ansprechpartnerin für die Postleitzahlgebiete 30853 und 30855. (Foto: R. Stankewitz)

NABU Langenhagen startet ein weiteres Naturschutzprojekt

NABU Langenhagen. Das weltweite Artensterben ist ein großes, wenn auch kein neues Problem. Durch die Nutzung vieler Flächen durch den Menschen werden diverse Tier- und Pflanzenarten zurückgedrängt, wenn ihr Lebensraum nicht sogar vollständig zerstört wird. Vor allem Arten, die sich auf bestimmte Lebensraumbedingungen spezialisiert haben, stehen hier auf der Messerschneide ihrer Existenz. An dieser Stelle warten unzählige Arten auf die Hilfe von Naturfreunden.
Mit großzügiger Unterstützung der Region Hannover sagt der NABU Langenhagen dem Artensterben nun den Kampf an. Um in Zukunft nicht auf das Summen von Bienen und Vogelgesang am Tag oder die lautlose Jagd der Fledermäuse bei Nacht verzichten zu müssen, wurden mit dem Projekt »Biodiversitätsoffensive Langenhagen« verschiedene Maßnahmen beantragt, die helfen sollen die Hauptprobleme wie fehlende Lebensräume, Nahrungsmangel und Quartierknappheit zu beseitigen. Dafür stellt die Region Hannover im Rahmen der »Biodiversitätsstrategie der Region Hannover« dem NABU Langenhagen eine Förderung in Höhe von 22.075,- Euro zur Verfügung.
So soll beispielsweise das Pflanzen von Hecken an Weideflächen in Krähenwinkel in einem landwirtschaftlichen geprägten Bereich Langenhagens, der Natur auf die Beine helfen. Die zu pflanzenden Hecken sollen nicht nur die Nahrungsgrundlage diverser Insekten wie Bienen sichern, sondern darüber hinaus auch der Winderosion und unerwünschtem Sameneintrag auf den beweideten Flächen entgegenwirken. In einigen Jahren bieten Sie Arten wie dem Neuntöter oder dem Rebhuhn Nistmöglichkeiten. Solche Projekte wie die sogenannte »Naturweide« werden durch Projektpartner des NABU Langenhagen, sowie freiwilligen Helfern, die sich wie in den vergangenen Jahren wieder dem Pflanzen der Hecken widmen, ermöglicht.
Die Maßnahmen in der Stadt äußern sich in künstlichen Nistmöglichkeiten, die an Gebäuden angebracht werden sollen, um den Verlust von Quartieren an Altbauten zu kompensieren und Vogel- und Fledermausarten eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten. Mit der Förderung werden das benötigte Material wie Nistkästen, die auf die Bedürfnisse ihrer künftigen Bewohner zugeschnitten sind, angeschafft. Außerdem werden die Kosten der für die Anbringung erforderlichen Handwerksdienstleistungen übernommen, sodass gleichzeitig örtliche Dachdeckerbetriebe profitieren.
Wie es sich bereits am Projektbeispiel »Naturweide« zeigt, kann eine solche Aufgabe nicht allein durch den ehrenamtlichen Naturschutz gestemmt werden. Die Zusage der Förderung durch die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover ist eine großartige Unterstützung, für die sich der NABU Langenhagen ganz herzlich bedanken möchte. Außerdem hofft der NABU auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger, sowie von Firmen und Vereinen, die vielleicht schon bald Schwalben, Mauersegler oder Fledermäuse als Nachbarn begrüßen möchten und dafür ihre Gebäude zur Verfügung stellen. So zeigt sich einmal mehr, dass durch gemeinsames Handeln im Naturschutz viel erreicht und so ein Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt geleistet werden kann. Für Bürger, Firmen und Vereine, die eine eigene Immobilie haben und dieses mit Quartieren ausstatten möchten stehen vom NABU Langenhagen zwei ehrenamtliche Ansprechpartner zur Verfügung. Langenhagen wurde dafür nach Postleizahlgebieten aufgeteilt.
Für Interessierte aus dem Postleitzahlgebiet 30851 ist Michael Smykalla, Telefon (0511)
7 24 42 60, E-Mail: michael.smykalla@nabu-langenhagen.de erreichbar.
Für Interessierte aus den Postleitzahlgebieten 30853 und 30855 ist Regine Tantau, Telefon (0511) 74 88 07, E-Mail: regine.tantau@gmx.de erreichbar.