Gewässer angelegt und renaturiert

Viel Spaß bei der Tümpeltour hatten die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe des NABU Langenhagen. (Foto: R. Stankewitz)

Spannende Tümpeltour mit dem NABU Langenhagen

NABU Langenhagen. Auch dieses Jahr war wieder eine bunte Gruppe aus 17 Kindern zum Rudi-Rotbein-Termin „Tümpeln auf der Naturweide“ angetreten. Auf mehreren Weiden von Carsten Engelke sind im Laufe der vorigen Jahre mehrere Gewässer angelegt und renaturiert worden, die sowohl für Amphibien als auch für viele an Kleingewässer gebundene Insekten als Trittsteinlebensraum dienen. Die Kinder waren natürlich von den dort weidenden Naturschützern, den Pferden, total begeistert. Durch deren Arbeit wird das Ufer offengehalten und außerdem haben die Pferde dabei auch noch Spaß.
Nach ein paar einführenden Worten durch das Betreuerteam wurden endlich die Kescher verteilt und fleißig gesammelt. „Oh ich habe ganz viele dicke Kaulquappen“, riefen die ersten, und schnell wurden Behälter mit Wasser gefüllt, um die Fundtiere zu versorgen. „Die hat ja schon richtige Beine“, stellte Felix bei einer besonders großen fest, und tatsächlich, bei einigen Kaulquappen war die Umwandlung von der Larve zum Frosch deutlich zu erkennen. Während es sich bei diesen wohl um die fast fertigen Teichfrösche handelte, waren die Larven der Teichmolche zierlicher und viele hatten noch ihre hübschen Außenkiemen, mit denen sie unter Wasser den Sauerstoff atmen, erklärte Betreuerin Silke Brodersen den begeisterten Kindern. Weitere Funde wurden Stück für Stück angeschleppt. So waren verschiedene Arten von Groß- und Kleinlibellenlarven, Ruderwanzen, Wasserskorpione, Rückenschwimmer und verschiedenen Wasserkäfer zu finden. „Schaut mal, wie der sich im Wasser bewegt, daher hat der Taumelkäfer seinen Namen“, veranschaulichte Betreuerin Christine Pracht. So wurde im Laufe des Nachmittags eine ausführliche Liste von Pflanzen und Tiernamen zusammengestellt. Sehr interessant fanden die Kinder, dass die Tiere ganz verschiedene Arten der Atmung heben: Die einen atmen über Kiemen, die anderen nehmen einfach Luftblasen mit und noch andere, wie der Wasserskorpion, haben Atemröhren, mit denen sie wie durch einen Strohhalm Luft holen.
Als es an den zweiten Teich ging, fielen zwischen dem Laichkraut im Vergleich zum ersten Teich sofort die vielen Schlammschnecken und auch kleine Muscheln auf. Ganz genau sah sich Betreuer Ricky Stankewitz die ebenso zahlreichen Molchlarven an, „wenn diese Vorderfüße mit spinnen-artigen Zehen haben, handelt es sich um Larven des Kammmolches“. An Hand von Büchern wurde fleißig verglichen, aber „nein, das sind alles Teichmolche“, stellte Conrad fest.
Der dritte Teich wurde nur kurz inspiziert, aber auch hier waren wieder einige Molche, Rückenschwimmer und Libellenlarven vertreten, die die Kinder jetzt schon gut erkennen konnten. „Es war so spannend, wann machen wir das wieder?“, war der Gesamttenor der Gruppe.
Das zweite Halbjahresprogramm startet nach der Sommerpause mit dem Termin „Insektensommer 2. Teil“ am Sonnabend, 11. August, von 15 bis 17 Uhr am Wietzepark.