Inselhüpfen in Nordfriesland

Wie auch die Teilnehmer der SoVD-Sommerreise feststellen offenbart Friedrichstadt seine schönste Seite während einer Grachtenfahrt.
 
Eine steife Brise weht während der sechstägigen Reise des SoVD auf dem nordfriesischen Festland und auf den besuchten Inseln Föhr, Sylt und Amrum.

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide veranstaltet Sommerreise

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide. Die drei nordfriesischen Inseln Föhr, Sylt und Amrum standen auf dem Programm der sechstägigen Sommerreise des SoVD-Ortsverbands Krähenwinkel/Kaltenweide. Die Fahrt im bequemen Reisebus führte über Rendsburg nach Friedrichstadt, wo gerade das traditionelle Rosenfest stattfand. Bei einer Grachtenfahrt betrachtete die 40-köpfige Reisegesellschaft wenig später die schönen Gebäude von Friedrichstadt mit ihren steilen Treppengiebeln vom Wasser aus. Die ehemalige, 1612 für Flüchtlinge erbaute Siedlung zeugt bis heute mit seinen typischen holländischen Kaufmannshäusern von der Herkunft seiner Bewohner. Eingecheckt wurde dann in einem Strandhotel in Dagebüll unweit der Nordsee. Das Panorama-Restaurant bot einen schönen Blick auf das Meer beziehungsweise die Wattlandschaft und die Insel Föhr, zu der am nächsten Tag der erste Ausflug inklusive einer Inselrundfahrt startete. Die zweitgrößte Nordseeinsel Deutschlands bezauberte die Ausflügler mit seinen schönen Friesendörfern, langen, hellen Sandstränden, viel Grün und dem schönen Städtchen Wyk mit seiner Strandpromenade.
Am Folgetag wurde Sylt angesteuert. Der Fahrer hatte seine liebe Not, denn der Bus musste in Millimeterarbeit rückwärts auf den Autozug manövriert werden. Die kurze Zugfahrt verlief über den Hindenburgdamm bis nach Westerland. Dort stand eine dreistündige Inselrundfahrt mit anschließender Freizeit in Westerland auf dem Programm. Kompetent und unterhaltsam erzählte der Inselführer von seiner Heimat. Von List aus hatten die Urlauber einen guten Blick auf die „weiße Düne“, eine große Wanderdüne. Als sich einige Teilnehmer beim dortigen Fischverkauf versorgten, mussten drei von ihnen „Federn lassen“: Große Möwen stahlen ihnen mit ihren imposanten gelben Krummschnäbeln den Fisch direkt aus dem Brötchen! Der vierte Urlaubstag ließ Zeit, das Erlebte Revue passieren zu lassen und Dagebüll auf eigene Faust zu erkunden. Der größte Teil der Gruppe aber besuchte das Städtchen Husum mit seinem Schloss und dem Theodor Storm-Haus direkt am Marktplatz. Die saubere, jodhaltige Seeluft wehte recht stark und bewirkte bei vielen Teilnehmern einen guten Appetit und einen langen, erholsamen Schlaf. Am Tag vor der Heimreise ging es dann noch mit der Fähre zur Insel Amrum. Die zweistündige Überfahrt nutzen viele zum Sonnenbaden an Deck. Die Reisegesellschaft fuhr mit der Inselbahn und hatte dann etwas freie Zeit in Nebel, dem ältesten Dorf der Insel. Besonders eindrucksvoll waren die Dünenlandschaft und der Kniepsand, eine langsam wandernde, rund zehn Quadratkilometer große Sandbank westlich der Insel. Amrum gefiel aber auch wegen ihrer bodenständigen Schönheit und der bescheidenen, weißen Friesenhäuschen, was sie von Sylt und auch Föhr unterscheidet.
Auch die Heimreise verlief getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Sie verlief durch Dithmarschen, dem größten geschlossenen Kohlanbaugebiet Europas. In Büsum, einem der bekanntesten Seebäder der Nordseeküste, wurde für einen Deichspaziergang am kleinen Krabbenkutterhafen Halt gemacht und noch ein letztes Mal von den nordfriesischen Spezialitäten gekostet.