Jubiläumsfahrt nach Monschau

Das heutige Scheibler-Museum Rotes Haus, heute das Wahrzeichen der Stadt Monschau, durfte auf der Jubiläumsreise des SoVD nicht fehlen. (Foto: SoVD)

SoVD unternimmt Erlebnisreise in die Eifel

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide. Mit 42 Personen machte sich der SoVD Ende Juli zu einer achttägigen Jubiläumsreise auf. Seit 70 Jahren gibt es die Ortsgruppe Krähenwinkel/Kaltenweide und das vielfältige Reiseprogramm wissen Mitglieder und Gäste sehr zu schätzen. Die Busreise führte die Gruppe nach einem kurzen Zwischenstopp in Köln nach Monschau in der Eifel. Zu dem umfangreichen Programm gehörten neben Aktivitäten in Monschau auch ein Tagesausflug nach Bad Münstereifel, nach Aachen sowie die Weiterfahrt nach Maastricht und ein Ausflug in die belgischen Ardenen.
Die Häuser im Fachwerkstil mit Holzverschalungen stehen in Monschau direkt neben den herrschaftlichen Bauten der Tuchmacher aus dem 17. Jahrhundert. Das heutige Scheibler-Museum Rotes Haus war einst Wohn- und Arbeitsstätte der Tuchmacherfamilie Scheibler, heute ist es das Wahrzeichen der Stadt. Nicht weit davon, im Felsenkeller, besuchte die Reisegesellschaft während der Stadtführung, die das Motto „Monschau zum Anbeißen“ hatte, das dortige Brauereimuseum und genoss anschließend das erfrischende Monschauer Zwickelbier. Anschließend stand etwas Scharfes im Programm: der Besuch der Senfmüllerfamilie Breuer in ihrer historischen Senfmühle. Beim Schlendern durch die Stadt gab es manch schönes Fotomotiv zu entdecken. Da ist der Tuchmacherbrunnen, die rund 800 Jahre alte Burg hoch über der Altstadt, und die Rur die mitten durch die Stadt fließt, sodass es ein wenig an Venedig erinnert. Während einer Rundfahrt durch den Nationalpark Eifel und einer einstündigen Schifffahrt auf dem Rursee wurde man das besondere Landschaftsbild gewahr. Wälder wechseln mit offenen Grasflächen und Bachtälern und einer weiten Seenlandschaft. Am nächsten Tag ging es nach Bad Münstereifel. Die Stadtmauer, bestehend aus einer Ringbefestigung mit vier nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Toren, ist noch vollständig erhalten und gibt dem Ganzen einen Festungscharakter. Auch hier thront die Burganlage oberhalb der Stadt. Im Innern der Mauern befindet sich der historische Ortskern mit seinen schmalen Gassen und malerischen Fachwerkhäusern. Das alte Rathaus mit dem Pranger davor stammt aus dem 15. Jahrhundert und gehört zu den schönsten des Rheinlandes. Von dort ging die Fahrt in die Vulkaneifel zu den „Dauner Maaren“. Wie Perlen aufgereiht liegen Schalkenmehrener, Gemündener und Weinfelder Maar nebeneinander. Diese drei Kraterseen sind wohl die berühmtesten „Augen der Eifel“.
Auch der folgende Tagesausflug nach Aachen bot viele neue Eindrücke und Informationen. Der Stadtrundgang schloss auch die Dombesichtigung mit ein. Aachen feiert im Herbst das 40-jährige Jubiläum seines Domes als UNESCO-Weltkulturerbe. Neben seiner Funktion als letzte Ruhestätte von Karl dem Großen und als Krönungskirche deutsch-römischer Könige ist der Aachener Dom seit vielen Jahrhunderten Pilgerstätte für Gläubige aus aller Welt. Bevor es weiterging wurden natürlich noch die Aachener Printen verkostet. Die Rückfahrt in die Eifel führte an der Maas entlang bis nach Belgien mit einem Zwischenstopp in der Europastadt Maastricht in den Niederlanden. Beim Stadtspaziergang durch die engen Gässchen mit schönen Plätzen und Cafés ließ sich das Flair dieser Stadt erspüren, wo 1988 die Euro-Währung beschlossen wurde.
Das Highlight der belgischen Ardennen ist die Blumenstadt Malmedy. Sie ist mit hunderten von Blumenampeln geschmückt, die beim Stadtrundgang von der Kathedrale zum Obelisken, am Rathaus vorbei zum Marktplatz und zum Blumenplatz immer wieder ins Auge fielen. Über kurvenreiche Straßen führte die Reise dann in die kleinste Stadt der Welt: Durby. Dor leben weniger als 500 Einwohner auf der einen Uferseite des Flusses. Auf der anderen befindet sich der „Parc des Topiaires“. Hier trieb Monsieur Albert Navez das Stutzen und geometrische Formen von Pflanzen und Sträuchern zur Vollendung. Über 250 Figuren aus immergrünem Buchsbaum hat er geschaffen, darunter viele Tiere, aber auch eine Kaffeekanne samt Tasse, Blumenkörbchen und sogar die Mitra des Papstes. Im Schnitt sind die grünen Figuren rund 40 Jahre alt. Der vier Meter hohe, sitzende Elefant überragt alle und ist bereits 80 Jahre alt. So bereichert mit Bildern, Eindrücken und Erfahrungen trat die Gruppe am achten Tag die Rückreise an und man war sich einig: Diese Fahrt anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Sozialverbands Krähenwinkel/Kaltenweide, ausgearbeitet und durchgeführt mit viel Liebe zum Detail vom langjährigen Reiseleiter des SoVD Günther Rümper, war schön und dem ehrenvollen Anlass angemessen.