"Keine Chance für Fortbestand"

Hermann Büttner (von links), Erna Sczesny, Bürgermeister Friedhelm Fischer, Gerda Spill, Karl-Heinz Dahlke (Vorsitzender der AWO-Schulenburg) und Ortsbürgermeister Dietmar Grundey.

Anmeldung für AWO-Sommercamp läuft trotzdem

Schulenburg. Auf der Mitgliederversammlung des AWO-Ortsvereins ließ der Vorsitzende Karl-Heinz Dahlke die Aktivitäten des vergangenen Jahres noch einmal lebendig werden. Er untermauerte seinen Bericht mit Fotos der Veranstaltungen. Das Camp 2012 war schon zu Jahresbeginn mit 35 Kindern ausgebucht und fand bei herrlichem Wetter in der ersten Woche der Sommerferien auf einem Grundstück in Schulenburg-Nord statt, das der Flughafen kostenlos zur Verfügung stellte.
Am Ende der Ferien fand erstmals eine Ferienfreizeit für Kinder in einem AWO-Heim auf Sylt statt. Auch hierzu gab es wie beim Camp viele positive Rückmeldungen, so dass beide Angebote auch 2013 wieder auf dem Programm stehen.
Dahlke musste kritisch darauf hinweisen, dass die Seniorennachmittage der AWO in Schulenburg kurz vor dem Aus standen, da Familie Hermann, die jahrelang in der Begegnungsstätte half, aus Langenhagen weggezogen war. In letzter Minute meldete sich Cornelia Kiak und unterstützt jetzt Waltraud Kis bei der Durchführung der regelmäßig montags im Dorfgemeinschaftshaus stattfindenden Nachmittage.
Wegen der stetig zurück gehenden Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den angebotenen Tagefahrten fanden 2012 nur noch zwei Ausflüge statt. Aber auch zu diesen zwei Terminen meldeten sich nur wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, so dass der organisatorische Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum Erfolg steht. In 2013 werden Fahrten nur dann durchgeführt, wenn feststeht, dass ausreichend viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet sind.
Dahlke sieht keine Chance für den Fortbestand des AWO-Ortsvereins. Man suche seit Jahren erfolglos Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die Aufgaben im Vorstand übernehmen. Seit Beginn seiner Amtszeit sei das Amt des oder der stellvertretenden Vorsitzenden unbesetzt und in den Reihen des amtierenden Vorstands gibt es klare Hinweise, dass Mitglieder für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stehen. Daher führt Dahlke zurzeit Gespräche über eine Zusammenlegung mit dem Ortsverein Engelbostel. Das solle aber nicht zu Einschränkungen der geselligen Nachmittage und der Ferienfreizeiten führen. Die können durchaus auch von einem gemeinsamen Ortsverein angeboten werden.
Neben dem Rückblick war die Planung für das Jahr 2013 Thema der Mitgliederversammlung. Der AWO-Ortsverein wird wieder ein Camp in den Sommerferien veranstalten. „Auf Wunsch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Vorjahre wird das Camp auch die ersten zwei Ferientage umfassen, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahtlos nach dem letzten Schultag im Camp betreut werden“, erläuterte Dahlke die Verlängerung des Angebots um zwei Tage. Das Camp sei bereits so weit ausgebucht, dass darüber nachgedacht werde, eine sechste Gruppe zu schaffen. Anmeldungen sind noch bei Ulrike Hackerott, Telefon 0172 54 37 914 oder E-Mail AWO-Schulenburg@web.de, möglich.
Zum zweiten Mal wird 2013 ein Ferienaufenthalt für 8- bis 12-Jährige im AWO-Heim an der Düne in Hörnum/Sylt in der letzten Woche der Sommerferien angeboten. In herrlicher Lage an einem DLRG-bewachten Strand können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Nordsee kennen lernen.
Acht AWO-Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Seit zehn Jahren sind Doris Schröder, Helga Kabutke, Hermann Büttner und Michael Bernard Mitglied des Wohlfahrtsverbandes. Für 15-jährige Mitgliedschaft dankt die AWO Heinz Winkelhake. Für 30 Jahre Zugehörigkeit zur AWO bekamen Erna Sczesny und Gerda Spill eine Urkunde und für 35 Jahre Treue zur Organisation wurde Hermine Schröder gedankt.