Kutschfahrt zu den schönsten Ecken der Insel

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide auf Langeoog

SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide. Die drittgrößten Nordseeinsel Langeoog war Ziel einer Tagesfahrt des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Ortsverband Krähenwinkel/Kaltenweide. Die Busfahrt der 40 Mitglieder und Gäste führte Anfang Juni über Nordfriesland, das sich seine herbe Schönheit und Ursprünglichkeit bewahrt hat. Marschlandschaften wechseln mit großen Bauernhöfen, Backsteinkirchen und Windmühlen ab, darüber spannt sich ein weiter Horizont. Die Heimat der Ostfriesen erstreckt sich vom Jadebusen der Nordsee über den Meeresarm Dollard bis zur Ems. Reiseleiter Günther Rümper erklärte, dass man entlang der Nordseeküste den „-sielen“ folgen könne. Nirgends sonst seien so viele Orte mit dieser Endung vorhanden wie in Niedersachsen. Darunter sind Greetsiel und Harlingersiel mit ihren kleinen Häusern und verträumten Häfen. Aber auch die Fährhäfen Bensersiel und Neuharlingersiel gehören dazu. Ihnen gemeinsam ist ihre direkte Lage am Deich. Entwässerungsgräben, sogenannte Siele, leiten das Wasser durch die Deiche in die Nordsee. So ringen die Menschen dem Wattenmeer seit Jahrhunderten Land ab und schützen es mit Deichen. Für die Reisegruppe ging es mit der Fähre von Bensersiel nach Langeoog. Die historische Inselbahn beförderte die Gäste zum Inselbahnhof in der Stadtmitte. Obwohl der ostfriesische Name Langeoog „lange Insel“ bedeutet, zeichnet sich die 19 Quadratkilometer große Insel durch kurze Wege aus. Alles ist hier schnell zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar. Die anschließende Kutschfahrt zu den schönsten Plätzen der autofreien Insel erwies sich als sehr lehrreich, denn die Kutscher trugen ihr großes Wissen um ihre Insel sehr unterhaltsam vor. So erfuhren die Ausflügler unter anderem, dass Langeoog nur circa 1.800 Einwohner hat, jedoch rund 10.000 Gäste jährlich vom Festland herüberkommen. Die natürliche Dünen- und Wattlandschaft gehört seit 1986 zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Das neu gestaltete Kurmittelhaus ergänzt die natürlichen Heilkräfte des Reizklimas der Nordsee durch eine breite Palette an Wellness-, Heil- und Pflegebehandlungen. Die Kutschfahrt endete am berühmten, einhundert Jahre alten Wasserturm der Insel. Der Blick aus 15 Metern Höhe offenbarte ein einzigartiges Panorama auf das Wattenmeer, die Dünenlandschaft, den 14 Kilometer langen Sandstrand und die beiden Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog. Als die Ausflügler dann auf der Rückfahrt in Bensersiel von Bord ging, hatte die Reiseleitung eine kleine, aber feine Überraschung vorbereiten lassen: Jeder erhielt ein frisch gebackenes und belegtes Matjesbrötchen, das allen vorzüglich mundete. Während der Rückreise erfolgte noch ein kurzer Abstecher zu einem der schönsten Sielorte, nach Neuharlingersiel mit seinen typischen Krabbenkuttern.