NABU Langenhagen startet durch

Die jungen Menschen gehen von Haus zu Haus, um die Werbetrommel zu rühren.

Große Werbeaktion soll 500 neue Mitglieder bringen

NABU Langenhagen. Durchstarten heißt es beim NABU Langenhagen: Die rührige Gruppe des Naturschutzbundes startete am Montag ihre bislang größte Werbeaktion. Ziel sei es, so Vorsitzender Ricky Stankewitz, mindestens 500 neue Mitglieder zu gewinnen. Denn, so der NABU-Vorsitzende, „wir werden von einer Welle der Sympathie in der Bevölkerung getragen. Es ist eine regelrechte Aufbruchstimmung zu spüren. Weil einerseits immer mehr Menschen erleben, wie stark der Artenrückgang und der Klimawandel bereits auch in ihrem ganz persönlichen Umfeld Realität geworden sind, andererseits aber auch die Fülle unserer Projekte – und unserer Erfolge – hier in Langenhagen sehen! Um diese weiter beibehalten und auch ausbauen zu können, brauchen wir noch mehr Unterstützung!“
Dies gelte, so Stankewitz, sowohl für den Schutz vom NABU gepflegter Flächen wie der "Kreyen Wisch", auf der neben zahlreichen Libellenarten im Jahresverlauf auch mehr als 70 Vogelarten zu beobachten seien. Die Fläche wird durch Pferdebeweidung von höherem Aufwuchs freigehalten und fördert damit die Entwicklung sehr seltener Pflanzenarten. Dies zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Langenhagens »Pferdestärken« für den Naturschutz sind. In der Wietzeaue, wo sich der NABU Langenhagen dafür einsetzt die hier ausgestorbene Kreuzkröte wieder heimisch zu machen, gibt es auch Maßnahmen für den Schutz des Eisvogels. „eben ganz konkret vor Ort, das ist unser besonderes NABU-Anliegen“, betont der Vorsitzende der rein ehrenamtlich tätigen NABU-Gruppe. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liege in der Sicherung und Unterstützung gebäudebrütender Vogelarten, wie Mehl- und Rauchschwalbe, Mauersegler, aber auch verschiedene Fledermausarten, die zunehmend durch Bodenversiegelung und damit einhergehenden Insektenmangel, ihre Nahrung, und veränderte Bauweisen von Gebäuden betroffen seien, „und denen wir deshalb kräftig durch Anbringung von Nisthilfen unter die Flügel greifen müssen“, unterstreicht Stankewitz.
Ein besonders wichtiges Anliegen verbindet er mit der Betreuung der Rudi Rotbein-Kindergruppe des NABU in Langenhagen: „Es kann nicht hoch genug gelobt werden, was unsere Betreuerinnen dafür leisten, dass Kinder an die Natur herangeführt werden! Was ich nicht kenne, kann ich nicht schützen! Das sich die Jugendlichen aus der Kindergruppe inzwischen in einer eigenständig arbeitenden Jugendgruppe, der NAJU Langenhagen engagieren, ist ein großartiger Erfolg für die Zukunft unseres Vereins.“ sagt der Naturschützer. „All das kostet natürlich Geld, viel Geld. Deshalb hoffen wir, dass sich viele Langenhagener entschließen werden, unsere Gruppe durch ihre Mitgliedschaft noch stärker zu machen und damit auch die Projekte abzusichern!“
Um über die laufende Arbeit des Naturschutzbundes in Langenhagen zu informieren und neue Mitglieder für den NABU zu gewinnen, gehen demnächst junge Menschen von Haus zu Haus. Sie sind in Dienstkleidung unterwegs und können sich ausweisen. Es wird kein Geld gesammelt. Wer Fragen zur Aktion hat, kann sich unter der Telefonnummer (0511) 27 08 20 19 an den NABU Langenhagen wenden, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Vorsitzende im Schichtdienst berufstätig ist und erst nach Feierabend zurückrufen kann. „Wir hoffen, dass sich viele Türen und Herzen der Langenhagener für den Naturschutz öffnen werden, um unsere Arbeit für Mensch und Natur weiter zu stärken. ist Ricky Stankewitz zuversichtlich.