So bunt und so vielfältig

Sowohl Sängerinnen und Sänger als auch das Publikum strahlten nach dem Konzert.

Gemischter Chor Brink: ein Konzert mit viel „Sahne“

Gemischter Chor Brink. Dem Sommerkonzert des Gemischten Chores Brink könnte man neben dem angekündigten Programmtitel „Musik von Klassik bis Pop von Mozart bis ABBA“ noch einen weiteren anfügen: „Musik von 8 bis 80 und von 5 bis halb 8“. Und das alles war so bunt und vielfältig, so unterhaltsam und kurzweilig, wie man sich ein Konzert nur wünschen kann.
Noch bevor die Sängerinnen und Sänger des Brinker Chores ihr erstes Lied angestimmt hatten, war der Funke der Begeisterung auf die Zuschauer in der ausverkauften Aula des Schulzentrums übergesprungen. Was für ein schönes Bild: Leuchtende Schals der Sängerinnen strahlten mit deren Augen um die Wette. Von Beginn an wurde der Nachmittag getragen von der großen Freude und Lebendigkeit, die der Chor verbreitete, ganz gleich, ob es sich um leise Töne oder flotte ABBA-Rhythmen handelte. Wie sehr sich der Chor mit seinen Darbietungen selbst verband, war beim großartigen „Ave Maria“ zu spüren, das nicht nur dem Publikum (fast) Tränen in die Augen trieb.
Es passte an diesem Juninachmittag alles zusammen. Gekonnt führte Landes-Chorleiter Helmut Lange durch das abwechslungsreiche Programm. Wie überraschend und manchmal bei aller Niedlichkeit anrührend die bewegten Liedbeiträge der verschiedenen Kinderchöre und Chorklassen aus Langenhagen und Godshorn. Konzentration und Aufregung in den jungen Gesichtern lösten sich auf unter stürmischem Applaus. Die Sopranistin Sandra Engelhardt zeigte, wohin der musikalische Weg führen kann. Sie nahm die Zuhörer mit in die Welt der Operette, kündigte ihre Lieder durchaus augenzwinkernd-kritisch an, um diese dann nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch mit Leben zu füllen. Da schlugen nicht nur zwei, sondern ungefähr 300 Herzen im Dreivierteltakt.
Beeindruckend, wie sich der Solo- und Chorgesang mit der musikalischen Begleitung durch die vier Musikerinnen und Musiker des Havelka-Streichquartetts, Jakob Duffek am Piano und dem Percussionisten Kai Altendorf verband. Alles wirklich wunderbar, sodass man etwa beim Udo-Jürgens-Medley nicht nur dem Chor, sondern gern auch den Musikern und dem faszinierenden Arrangement des Chorleiters noch lange, lange zugehört hätte. Dieser schien mit leichter Hand wirklich alle und alles im Griff zu haben und stellte zur Freude des Publikums gelegentlich unter Beweis, dass auch er gern mitsingt (im „Kleinen Chor“) oder gegensingt (mit Sandra Engelhardt, wenn diese versprach und drohte: „Niemand liebt dich so wie ich“).
Und dass Martin Schulte von seinem Chor wirklich geliebt wird, war nicht zu übersehen, womit sich wieder der Kreis zu den strahlenden Augen der Sänger und Sängerinnen schließt, die sich von einem rundum glücklichen, wenn auch etwas erschöpften Publikum verabschieden konnten.