Stippvisite in der Gemeinschaft

Die MTV Gruppe in bester Stimmung vor dem Holstentor.

MTV Vorstand reiste nach Lübeck

MTV Engelbostel-Schulenburg. Um die Kommunikation untereinander zu fördern, unternimmt der MTV Vorstand mit Ehepartnern jährlich eine kleine Wochenendfahrt. Nach Berlin, Hamburg und Bremerhaven in den vergangenen Jahren, war diesmal Lübeck das Ziel. Mit 23 Teilnehmern ging es los. Nach einer Stippvisite am Timmendorfer Strand bei außergewöhnlich mildem und sonnigen Herbstwetter schmeckte das erste Fischbrötchen. Danach ging es zum eigentlichen Ziel. Nicht umsonst ist das geschlossene Stadtbild von Lübeck mit seinen vielen historischen Bauten und Türmen von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Wer wollte, traf sich am Marktplatz oder im bekannten Niederegger Marzipan-Geschäft wieder.
Zwei Besichtigungen waren geplant: ein abendlicher Stadtgang mit einem historischen Nachtwächter und ein Besuch im Buddenbrookhaus. Die Führungen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Der Nachtwächter empfing die Gruppe mit Laterne, Helebarde und Umhang am Hostentor. Keine Kirchen, kein Rathaus oder Kunstmuseum sollten besichtigt werden, sondern das einmalige historische „Gängeviertel“. In sehr lustiger, humoriger und informativer Art verstand es der Nachtwächter das Leben und die Einmaligkeiten dieses Viertels darzustellen. Früher, im Mittelalter, herrschten hier einerseits feudale andererseits miserable hygienische Wohnverhältnisse in den verschlungenen Gassen. Durch weitgehender Sanierung der Giebelhäuser und dem Charmeder Gassen und Innenhöfe ein so genanntes “In-Viertel“ entstanden.
Bei der Besichtigung des Buddenbrookhauses am nächsten Morgen erzählte ein Historiker sehr einfühlsam die Lebensgeschichte von Thomas Mann und seiner Familie. In Form von Zitaten und Erzählungen erfuhr man sehr eindrucksvoll auch viel über das Seelenleben und den Lebenslauf des Dichters. Der Roman Buddenbrooks, für den er den Nobelpreis erhielt, spiegelt den Verfall einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie wider. Der Museumsführer stellte anhand von alten Familienfotos, Möbeln und Gegenständen das Leben und den Reichtum der Familie dar. Die Entwicklung der Söhne Thomas und Heinrich nahm nicht den Verlauf, den der Vater für sie eigentlich geplant hatte. Anstelle von Kaufleuten sind sie Dichter von Weltruhm geworden.