Vierter Gesundheitstag des MTV

Verbesserung der Körperhaltung mit der Pilates Methode unter Anleitung von Petra Lekatoo.

Motto war: Bewegung ist die beste Medizin

MTV Engelbostel-Schulenburg. „Bewegung ist die beste Medizin“. Dieses Motto ist allgemein bekannt. Dass es aber darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer Aspekte zur Gesunderhaltung gibt, darüber klärte der MTV in seiner Seminarreihe „Gesundheitstag“ auf. Dieser fand am 23. März nunmehr zum vierten Mal im MTV-Sportzentrum statt. Dazu hatte der Verein verschiedene Fachreferenten eingeladen, die gemeinsam mit MTV-Übungsleitern acht verschiedene Themengebiete anboten. Das Tagesseminar eröffnete interessante Einblicke wie: Kräftigung der Stütz- und Haltemuskulatur, Sturzprävention, Koordination, Gleichgewichtstraining, Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems und nicht zuletzt mentale Anregungen.
Eein kurzer Überblick über den Tag: Gesundheit im 21. Jahrhundert (Esskultur) –
Aus eigenen Erfahrungen berichteten die beiden Referentinnen Angeles Schewe und Bettina Oberdörfer. Die heutige Esskultur führt meist zu latenter Übersäuerung. Daher ist es wichtig, auf ein ausgewogenes Säure-Basen Verhältnis zu achten. Bei den Lebensmitteln sollte man diese Aspekte dringend beachten. Diese Theorie wird untermauert mit diverser Literatur und Untersuchungen von Instituten.
Defibrillator Anwendung – Der beim MTV vorhandene Defibrillator kann Leben retten. Daher ist es wichtig zu wissen, wo das Gerät im Notfall zu finden ist und wie es angewendet wird. Deshalb gab Jan Höftmann erneut eine Einweisung. „Das Gerät spricht mit dir, du musst nur seinen Anweisungen folgen. Wirklich jeder kommt schnell damit klar, man muss es nur tun“, so seine Erklärung. „Das Gerät hängt leicht zugänglich im Treppenaufgang zum WC“, ergänzte Höftmann.
Mini-Faszien-Rolle – Was man unter Faszien versteht, erklärte MTV-Übungsleiterin Angelika Garvens. „Es handelt sich um Bindegewebe, das die Muskeln und Knochen umspannt. Sie dehnen sich und ziehen sich wieder zusammen und halten eigentlich den Körper zusammen, ergänzte Angelika. Dementsprechend gilt es, auch die Faszien zu trainieren. Unter Anleitung begannen die Seminarteilnehmer auf der Faszienrolle mit allen Körperteilen hin und her zu rollen. Sie gibt es in verschiedenen Größen. In diesem Fall handelte es sich um die Mini-Rolle.
Qi Gong – Die nächste Kurseinheit übernahm Petra Böker, zertifizierte Qi-Gong-Lehrerin. Ganz ruhig wurde es im Raum, Zeit zum Abschalten und sich auf sich selbst besinnen. Spezielle Übungen mit ruhigen Bewegungen dienen der Entspannung, der Harmonisierung und Regulierung des Energieflusses im Körper. Das chinesische Qi Gong reicht mit seinen Wurzeln Tausende von Jahren zurück. Viele Krankheiten des Bewegungsapparates, des Rückens, der Verdauungs- und Atmungsorgane können damit positiv beeinflusst werden.
Tai Chi Chuan – Bei Tai Chi Chuan handelt es sich um eine ehemalige chinesische Kampfsportart. Der Meister Detlef Zimmermann, der seit über 35 Jahren diese Sportart praktiziert, erklärte, dass Tai Chi Chuan die ehemals kämpferischen Bewegungen heutzutage defensiv, weich und fließend durchgeführt werden. Völlig spannungsfrei mit einer Selbstwahrnehmung soll die innere Balance gefunden werden. Ein Zustand des Loslassens, die Wandlung von Energien, frei von Verkrampfungen, inneren Blockaden und mentalen Anspannungen. Eine kleine Bewegungs- und Schrittfolge hat er mit den Teilnehmern durchgeführt.
Body Workout – Body Workout bietet ein effektives Ganzkörpertraining, bei dem alle wichtigen Muskelgruppen gekräftigt werden. Kleingeräte wie Stepp-Bretter und Hanteln machen das Training abwechslungsreich. Der Schwerpunkt liegt auf Bauch und Rücken, wobei auch die tiefen Muskelschichten angesprochen werden. Die Übungen fördern außerdem die Beweglichkeit und Koordination. Petra Lekatoo, zertifizierte Trainerin, führte mit den Seminarteilnehmern einige Übungen durch.
Pilates – Gleich anschließend wurden die Hanteln gegen Redondo-Bälle ausgewechselt. Petra Lekatoo leitete zu dem nachfolgenden Kurs Pilates über. Dieses höchst effiziente Übungssystem zeichnet sich dadurch aus, dass die Körperhaltung verbessert und die Bewegungen harmonisiert werden. Verspannungen lösen sich und die Muskeln werden flexibler. Ein großer Wert wird auf wird auf die Atmung gelegt. Ähnlich wie beim Yoga geht es bei den Übungen niemals um Schnelligkeit, sondern um präzise Ausführung.
Trommel-Workshop – Trommeln ist einfach und kann jeder, denkt man! Aber wie bestimmte Rhythmen getrommelt werden, muss man lernen und trainieren. Amadou Mactar N’Diaye versuchte den Anwesenden einfache Trommelrhythmen auf mitgebrachten afrikanischen Djemben beizubringen. Amadou ist Trommler, Sänger und Tänzer. In seinen Kursen geht es um das Erlernen unterschiedlicher Rhythmen mit Leichtigkeit und Freude.
Insgesamt war auch der vierte Gesundheitstag wieder ein schöner Erfolg. Teilweise nahmen bis über 30 Besucher aktiv teil. Der Tag war gut organisiert von Regina Reimers-Schlichte, Annelore Schmidt und Angelika Garvens. Der MTV bedankt sich dafür.