6. Idinger Trickfilm-Wettbewerb

Das Siegerteam mit Lucy Johnen (von links), Martje Armbrecht, Sophia Kühling und Lea Schröder sowie einige Mitglieder der insgesamt neunköpfigen Jury – Lucas Kempken, Nils Remmert und Ulli Chojnowski.

„Victor“-Verleihung auf dem Jugendhof Idingen

Heidekreis. Stolz nahmen kürzlich die Sieger des 6. Idinger Trickfilm-Wettbewerbs ihre Preise und Urkunden in Empfang. Mit ihrem Streifen „ Silly Summer Party“ setzten sich Martje Armbrecht, Sophia Kühling, Lea Schröder und Lucy Johnen gegen die Mitbewerberinnen und Mitwerber durch. Als Anerkennung für ihren gelungenen Animationsfilm erhielt das Siegerteam, analog zum begehrten Oscar, den „Goldenen Victor“ verliehen. Entstanden ist der Film im Zeitraum von März bis Juni 2018 als einer von insgesamt sechs Trickfilmen.
Die bereits seit 25 Jahren bestehende Computer-AG des Jugendhofes Idingen, seinerzeit von Kreisjugendpfleger Ulli Chojnowski gegründet und heute noch geleitet, war wieder Produktionsstätte für diesen tollen Film. In sechs Gruppen mit jeweils zwei bis fünf Jugendlichen galt es zunächst, sich gemeinsam auf ein Filmthema zu verständigen, um dann die gesammelten Ideen in einem Drehbuch festzuhalten. Anschließend machten sich die Gruppen mit viel Engagement an das Zusammenstellen der Requisiten und den Bau der Kulissen, die einige der beteiligten Gruppen mit viel Fantasie und Liebe zum Detail anfertigten. Bevor die „Dreharbeiten“ beginnen konnten, musste sich zunächst mit der Technik auseinandergesetzt werden. Unterstützt von Thorsten Neumann, Nele Chojnowski, Leonard Knop, Sven Torpats, Timo Witzke, Lucas Kempken und Nils Remmert, die zum Teil bereits seit mehreren Jahren als ehrenamtliche Referenten im Rahmen der Computer-AG tätig sind, führte Ulli Chojnowski in den Umgang mit der zur Verfügung stehenden Hard- und Software ein. Dann konnte endlich losgelegt werden: Beleuchtung an, Kamera in Position, die „Schauspieler“ – in der Regel Playmobil- oder Legofiguren – in Position und Aufnahme. In zum Teil mühevoller Kleinarbeit galt es, jede kleinste Bewegung der „Filmdarsteller“ festzuhalten. Bei 25 Bildern je Sekunde bedeutet das für die im Durchschnitt drei Minuten langen Filme immerhin 4.500 Einstellungen. Damit war die Arbeit jedoch noch nicht getan. Um dem Film den letzten Schliff zu geben, musste er noch digital geschnitten, vertont und mit dem einen oder anderen Effekt verfeinert werden.
Motiviert durch die erzielten Fortschritte ließ bei allen sechs teilnehmenden Gruppen auch nach dem viermonatigen Entstehungsprozess der Filme das Engagement nicht nach, sodass alle gestarteten Teams einen Trickfilm zum Wettbewerb einreichten. Gekürt wurde das Siegerteam anlässlich einer kürzlich auf dem Jugendhof Idingen organisierten Premierenfeier, die stilgerecht mit selbst gemachtem Popcorn und verschiedenen Softdrinks begangen wurde.