„Abrüsten statt Aufrüsten“

Die Gewerkschafter vor Klingsbeils Büro. (Foto: Foto: Helmut Maneke)

Gewerkschafte vor Klingbeils Abgeordnetenbüro

Heidekreis. Unter dem Titel „Abrüsten statt Aufrüsten“ führten GewerkschafterInnen von IG Metall, ver.di und GEW aus Nienburg und Heidekreis eine Mahnwache vorm Büro des Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil durch. Jetzt soll der Bundeshaushalt für 2021 verabschiedet werden. Der Militärhaushalt soll um 1,2 Milliarden Euro auf 46,8 Milliarden Euro steigen. „Das Geld fehlt, wie die Pandemie deutlich zeigt, bei Schulen, Kitas, im sozialen Wohnungsbau, Gesundheitswesen, bei Rente und ökologischem Umbau sowie der Klimagerechtigkeit“, erklärt DGB-Heidekreisvorsitzender Charly Braun. Nienburgs DGB-Vorsitzender Werner Behrens ergänzt: „Den Aufruf „abrüsten statt aufrüsten“ haben 180.000 Menschen unterschrieben, darunter die Vorsitzenden aller Gewerkschaften. Unsere Aktion ist Teil bundesweiter Proteste. Wir fordern den Bundestagsabgeordneten Klingbeil auf: Trau dich, mach Frieden!“ In ihrem Aufruf stellt die Friedensaktion Lüneburger Heide fest: „Es drohen neue nationale und globale Verteilungskämpfe. Die Klimakrise zerstört Lebensgrundlagen. Kriege und Naturzerstörung sind entscheidende Gründe für Flucht und Vertreibung. Nötig ist eine Politik des Dialogs und der Verhandlungen. Abrüstung schafft Sicherheit und Vertrauen. Nicht aber ein neuer Rüstungswettlauf und neue Atomwaffen, deren Einsatz künftig auch mit deutschen Kampffliegern geübt werden soll. Wir brauchen einen weltweiten Waffenstillstand, wie ihn die Vereinten Nationen fordern. Das geht nur mit und nicht gegen Russland.“ Um das zu verdeutlichen, war sogar der Nikolaus angereist, auf dessen Plakat zu lesen stand: „Schmeißt die Rüstung in den Graben, erst dann könnt ihr Gaben haben!“