Atomwaffenverbotsvertrag gefeiert

Mit nachgebauten Atomraketen und kreativer Werbung feierte die Friedensaktion Lüneburger Heide den Atomwaffenverbotsvertrag vor Suprmärkten und Lebenshilfe. Foto: G.Emmann

DGB fordert: Bundesregierung muss UN-Verbotsvertrag beitreten

Heidekreis.Vor mehreren Supermärkten und der Lebenshilfe feierten Friedensaktion Lüneburger Heide und GewerkschafterInnen auf bunte und kreative Weise das Inkrafttreten des UN-Atomwaffenverbotsvertrags. Nachgebaute Atomraketen und auffällig große "radioaktive" Würfel warben auf Fahrzeugen unter anderem für „Abrüsten – mehr Geld für Gesundheit" oder "Frieden statt Nato". Die DGB-Vorsitzenden aus Nienburg, Werner Behrens, und Heidekreis, Charly Braun, wiesen auf die verheerenden Folgen der Atombomben 1945 auf Hiroshima und Nagasaki hin. Dass der Atomwaffenverbotsvertrag nun internationales Völkerrecht ist, sei Grund zum Feiern. "Aber Deutschland und NATO widersetzen sich dem Vertrag", so Braun. Im Rahmen der milliardengroßen Aufrüstungsbeschlüsse vom Dezember 2020 wolle die Bundesregierung sogar Kampfjets kaufen, die US-Atombomben transportieren sollen, kritisierten die Gewerkschaftssprecher.
Es sei zwar schön, dass die Stadt Walsrode als Mitglied des weltweiten Städtebündnis "Mayors for Peace" die Friedensfahne hißt, aber der Stadtrat müsse nun endlich - wie viele andere - den Städteappell beschließen, mit dem die Regierung aufgefordert wird, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten, betonten mehrere Redende.
Eisenbahn-Gewerkschafter Hans-Dietrich Springhorn beschrieb die Häufung großer militärischer Einrichtungen in Celle und Heidekreis, dem sich Fritz Patzelt mit der Forderung eines "unbefristeten Lockdown für die Kriegsindustrie" anschloss. "Während die Menschen mit dem Coronavirus und Existenznöten zu kämpfen haben, zieht die Branche des Tötens, die Rüstungsindustrie ungeniert ihre Bahn", erklärte Patzelt von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Unter wehenden Fahnen der Aktion "Nuclear Weapans are banned" verschenkten zur Feier des Tages GewerkschafterInnen Sekt und Blumen u.a. an "die lieben KollegInnen der Lebenshilfe". "Auch die sind zur Zeit stark gefordert und gefährdet," betonte Charly Braun.