EU-Förderung muss bleiben Lars Klingbeil bei Jugendwerkstatt „Tu Wat“

(v. li.): „Tu Wat“-Leiter Ingo Knoll beim Rundgang durch die Holzwerkstatt des Jugendhofs Idingen mit Lars Klingbeil.
Heidekreis. Über die Arbeit der Jugendwerkstatt „Tu Wat“ informierte sich der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil (SPD) bei einem Termin vor Ort in Bad Fallingbostel. Im Gespräch mit dem Leiter des „Tu Wat“ Ingo Knoll, Jugenbildungsreferent Norbert Mehmke und dem zuständigen Fachbereichsleiter des Heidekreises Uwe Peters machte sich Klingbeil zunächst ein Bild von der Arbeit der Werkstatt ehe es um die finanziellen Herausforderungen der nächsten Jahre ging.
Die Jugendwerkstatt ist seit Mitte der Neunziger Jahre am Standort in Bad Fallingbostel angesiedelt und bietet 20 Plätze für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder Schulabschluss und Schulpflichterfüller an. Neben den Werkstatttätigkeiten in den Bereichen Gartenbau und Landschaftspflege, Holzbearbeitung und Malerei bietet das „Tu Wat“ seit 2007 einen Schulkurs an, in dem die Möglichkeit besteht den Hauptschulabschluss zu erwerben. Neben diesen Bereichen steht vor allem die Einzelfallberatung und Hilfe im Vordergrund, so werden die Jugendlichen unter anderem beim Schreiben von Bewerbungen und beim Umgang mit Behörden von den Mitarbeitern des „Tu Wat“ unterstützt. Die Finanzierung der Jugendwerkstatt laufe neben der Inanspruchnahme von Fördergeldern der EU vor allem über den Jugendhilfeetat des Landkreises, stellte Fachbereichsleiter Uwe Peters dar, deshalb sei man glücklicherweise, im Gegensatz zu vielen anderen Jugendwerkstätten in Niedersachsen nicht von den Mittelkürzungen auf Bundesebene betroffen. Wichtiger sei, dass im Rahmen der nächsten Förderperiode der EU weiterhin die Mittel des Sozialfonds zur Verfügung stünden. Von den fünf Mitarbeitern werden drei vor allem über diese EU-Gelder finanziert.
„Die Jugendwerkstätten leisten eine wertvolle Arbeit und bieten vielen Jugendlichen eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt. Das kostet zwar Geld, aber dieses Geld ist allemal besser in den Jugendwerkstätten angelegt, als in eine lebenslange Zahlung von Transferleistungen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass im Rahmen der Neuverhandlungen der Europäischen Förderkulisse solche wichtigen Strukturen weiter finanziert werden“, sagte Klingbeil am Ende seines Besuches zu.