Zeitreise in die Wunderwelt der mechanischen Musik

Das Palais Royal Necessaire können Besucher beim Internationalen Museumstag bewundern.

Größte jemals gebaute Salon-Plattenspieldose im Museum

Schwarmstedt. Mechanische Musikinstrumente funktionieren wie Computer. Sie verfügen über einen Datenspeicher und eine Anlage, die die gespeicherten Informationen in Töne umsetzen kann. Die Orchestral Regina (No.6) ist so ein mechanisches Musikinstrument. Sie ist die größte jemals gebaute Salon Notenscheiben-Spieldose. Anlässlich des diesjährigen Internationalen Museumstages am Sonntag, 20. Mai, öffnet Harry’s klingendes Museum von 11 bis 16 Uhr seine Türen, um dieses außergewöhnliche Instrument der Öffentlichkeit vorzustellen. Unter dem Motto des internationalen Museumstages „Welt im Wandel – Museen im Wandel“ zeigt Natuschka etwa 70 Exponate aus seiner sich qualitativ ständig weiterentwickelten Sammlung. Die 1897 in Amerika in kleiner Stückzahl hergestellte Orchestral Regina No.6 ist aus massivem Mahagoniholz gefertigt. Mit einem Plattendurchmesser von knapp 70 Zentimetern und einem Tonumfang von mehr als sieben Oktaven begeistert das Instrument durch seinen zauberhaften Klangcharakter. Die riesengroßen Notenscheiben können erst abgespielt werden, wenn beidseitig der Gehäusedeckel aufgeklappt ist. Denn erst dann verfügt die Spieldose über eine ausreichend große Auflagefläche. Eine Sonderausstellung mit Werbematerial der Firma Regina begleitet die Vorführung dieses seltenen Instrumentes. Natürlich beschränkt sich die Ausstellung nicht auf dieses eine Exponat. Wie auf einer Entdeckungsreise durch die Zeit kommt man auf dem Weg durch das Museum von einer Attraktion zur anderen, von einer Rarität zur nächsten. So braucht man nicht erst zum Nationalmuseum nach Monaco zu fahren, um den kostbaren Leiterakrobaten von Gustave Vichy, der 1880 in Paris gebaut wurde, in Aktion zu sehen. Ein weiteres Exemplar französischer Herkunft ist ein trinkender Bär aus dem Hause Decamps. Unter Musikbegleitung schänkt der 1910 in Paris gefertigte Bär sich echte Flüssigkeit ein. Ergänzt wird die gegenwärtige Ausstellung durch ein sehr seltenes Näh-Necessaire aus dem Palais Royal in Paris mit Musik und einer Automaten-Szene im Deckel. Der Internationale Museumstag wird von der Kulturstiftung der Sparkassen-Finanzgruppe gefördert. Das Klingende Museum freut sich auf viele Besucher. Zu finden ist das Klingende Museum an der Neustädter Straße 25 in Schwarmstedt. Der Museumstag wird am um 11 Uhr mit Sektempfang und offizieller Begrüßung der Gäste durch den Samtgemeindedirektor Björn Gehrs eröffnet.