Umfrage zum Dorfladen startet

Die Buchholzer und Marklendorfer finden die Umfragebögen in ihren Briefkästen oder bekommen sie – wie hier Anastasia Dimitriadis in Buchholz von Projektgruppenmitglied Norbert Blume – persönliich an der Haustür überreicht – selbstverständlich mit dem unter Corona-Bedingungen notwendigen Abstand. Foto: Privat
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  • Die Buchholzer und Marklendorfer finden die Umfragebögen in ihren Briefkästen oder bekommen sie – wie hier Anastasia Dimitriadis in Buchholz von Projektgruppenmitglied Norbert Blume – persönliich an der Haustür überreicht – selbstverständlich mit dem unter Corona-Bedingungen notwendigen Abstand. Foto: Privat
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Buchholz/Marklendorf (awi). Jetzt kommt es auf die Einwohner von Buchholz/Aller und Marklendorf an: Alle 920 Haushalte in Buchholz und 456 in Marklendorf finden in den nächsten Tagen einen Fragebogen zum Thema Dorfladen in Buchholz in ihrem Briefkas-ten oder bekommen ihn von den Mitglieder der Projektgruppe Dorfladen sogar persönlich überreicht. Denn 14 engagierte Buchholzer haben sich in den Kopf gesetzt, in ihrem Ort wieder einen Lebensmittelladen zu etablieren, am liebsten mit einem kleinen Café, um einen Dorfmittelpunkt und Treffpunkt zu haben (das ECHO berichtete).Da die beiden Dörfer zu klein sind, als dass eine Lebensmittelkette dort eine Filiale eröffnen würde und es keinen Privatmann mehr gibt, der wie früher Herbert Vogeler in Eigenregie ein Geschäft für Dinge des täglichen Bedarfs e betreibt, will die Projektgruppe einen solchen Laden gründen und betreiben. Da das nur funktionieren kann, wenn die Einwohner der Gemeinde Buchholz das Projekt unterstützen und in ihrem Ort einkaufen, hat die Projektgruppe um Norbert Blume jetzt die Umfrage gestartet. Die Fragen lauten: Sollte Ihrer Meinung nach die Versorgungssituation in Buchholz durch einen Dorfladen mit Vollsortimenter verbessert werden? Würden Sie im Dorfladen einkaufen? Wenn „ja“, wie oft würden Sie im Dorfladen einkaufen? Mindestens zwei Mal pro Woche oder öfter, mindestens ein Mal pro Woche, mindestens ein Mal pro Monat, seltener? Haben Sie Schwierigkeiten, Ihre Lebensmitteleinkäufe zu erledigen? Wenn „ja“, aus welchen Gründen? Kein Auto, schlechte Busverbindung, wenig Zeit, da berufstätig re? Ist Ihnen ein Café als sozialer Dorfmittelpunkt wichtig? Haben Sie weitere Ideen und Anregungen? Um die Antworten der Buchholzer und Marklendorfer einordnen zu können benötigt die Projektgruppe noch ein paar statistische Daten zu den im Haushalt lebenden Personen, der Altersgruppe und dem Wohnort der Befragten.
„Die Resonanz auf unsere öffentliche Ankündigung für das Projekt Dorfladen am letzten Wochenende im ECHO war schon richtig gut“, freut sich Norbert Blume. Er habe nicht nur viele E-Mails und Anrufe mit Zustimmung für das Vorhaben und Anregungen bekommen, sondern es hätten sich auch zwei weitere Mitglieder für die Projektgruppe gefunden, die aktiv mitarbeiten möchten. Unterstützung hat auch Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs zugesagt, der selbst in Buchholz wohnt: „Neben meinem Engagement als Bürgermeister bin ich auch als Vorsitzender der LAG für die Leader-Region Aller-Leine-Tal aktiv und habe hier Erfahrungen bei Förderprogrammen sammeln können. Die Leader Region hat in der Vergangenheit auch Dorfläden aus Mitteln der Europäischen Union finanziell gefördert. So wurde der Dorfladen in Otersen im Laufe der Jahre mit 112446 Euro unterstützt. Eine solche Antragstellung für eine Leader-Förderung aus EU-Mitteln könnte ich mir auch für Buchholz vorstellen. Hier muss geklärt werden, unter welcher Rechtsform der Dorfladen von Privaten gegründet werden soll und wie diese den dauerhaften Betrieb sicherstellen.“ Genau das sind die Themen, die die Projektgruppe in Angriff nehmen wird, sobald sie die Umfrage ausgewertet hat. Dann wird es nicht nur um die Rechtsform, sondern vor allem auch um den Standort gehen, der zurzeit noch völlig offen ist. Von einem Neubau bis zur Umnutzung eines Bestandsgebäudes ist alles denkbar. Die Projektgruppe will sich dabei auch professionell von einer Agentur beraten lassen, hat sie angekündigt.
Der Fragebogen kann an folgenden Orten abgegeben werden.
• Buchholz - Briefkasten an der Laterne Alter Schulweg 12,
• Buchholz - an der Total Tankstelle,
• Buchholz - bei Heidemost, Breekweg 12,
• Marklendorf – Briefkasten am Wegweiser Ecke Allerweg / Meierweg
• oder durch Zusendung an Norbert Blume, Alter Schulweg 12, 29690 Buchholz.
Ausdrücklich wird darum gebeten, pro Haushalt bitte nur einen Fragebogen ausfüllen. Um statistisch relevante Daten zu bekommen ist unbedingt ein Rücklauf von mindestens 40 Prozent erforderlich. Über www.buchholzer-dorfladen.de können die Buchholzer und Marklendorfer der Projektgruppe über das Kontaktformular ihre Ideen zukommen lassen. Alternativ auch per Mail an info@buchholzer-dorfladen.de.

Die Buchholzer und Marklendorfer finden die Umfragebögen in ihren Briefkästen oder bekommen sie – wie hier Anastasia Dimitriadis in Buchholz von Projektgruppenmitglied Norbert Blume – persönliich an der Haustür überreicht – selbstverständlich mit dem unter Corona-Bedingungen notwendigen Abstand. Foto: Privat
Norbert Blume verteilt die Umfragebögen in die Briefkästen. Foto: Privat
Autor:

Anke Wiese aus Wedemark

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