Schimmel muss nicht sein

Tipps der Verbraucherzentrale Energieberatung zu Ursachen, Vorbeugung und Sanierung

Heidekreis. Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: Hässliche schwarze Flecken, oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden. Experten der Verbraucherzentrale Energieberatung erläutern die Ursachen des Schimmelbefalls und erklären, wie man die eigene Wohnung schützen kann.
Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Die warme Raumluft kühlt sich an den kalten Flächen ab. Mit sinkender Temperatur geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser.
Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Welche maximale Luftfeuchtigkeit möglichst nicht überschritten werden sollte, hängt ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko.
Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? In jedem Fall sollte die Ursache geklärt und der Schaden vom Fachmann professionell beseitigt werden, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder. Unterstützung zur Vermeidung von Schimmelpilzschäden erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.
Bei allen Fragen zum energiesparenden Bauen und Sanieren sowie dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder persönlich. Die Beratung ist anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Telefon (08 00) 8 09 80 24 00 (kostenfrei). Für ein persönliches Beratungsgespräch ist die Terminvereinbarung in den regionalen Energieberatungsstellen auch direkt unter folgenden Telefonnummern möglich: Bürgerbüro Walsrode, Telefon (0 51 61) 97 70; Bürgerbüro Schwarmstedt, Telefon (0 50 71) 8 09 99; Bürgerbüro Hodenhagen der SG Ahlden, Telefon (0 51 64) 97 07 70; Rathaus Rethem, Telefon (0 51 65) 98 98 12. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.