Sturm wütet im Heidekreis

Heidekreis. Bei der für den Heidekreis zuständigen Einsatzleitstelle der Polizei in Soltau wurden am Dienstag rund 150 Anrufe mit dem Einsatzanlass "Baum/Bäume umgekippt" entgegengenommen. Dabei konzentrierte sich der Großteil der Hinweise auf ein Zeitfenster zwischen 15 und 19 Uhr. Landkreisweit stürzten die Bäume wie Streichhölzer um. Manchmal nur einer, aber auch bis zu 15, wie am Ortseingang Hodenhagen, aus Richtung Walsrode kommend. Dort, wie an unzähligen anderen Orten auch, musste die Fahrbahn gesperrt und die Gefahrenstelle abgesichert werden, bis die von Ort zu Ort eilende Feuerwehr das Hindernis beseitigte. Beim Absichern griffen die Polizisten auch häufig nur zum Trassierband, da sie zum nächsten Einsatzort eilten, wo bereits ein weiterer gekippter Baum wartete. Natürlich blieb ein umstürzender Baum mancherorts nicht ohne Folgeschäden. Im Bereich Altenwahlingen wurde die Oberleitung der Telekom beschädigt, auf dem Christoph-Seebohm-Ring in Bispingen stürzte ein Baum auf ein Auto, ebenso wie auf der Straße Schäfersort in Soltau. In Schneverdingen, an der Lünzener Straße kippte ein Baum seitlich auf die Dachkante des Hauses und beschädigte Dachziegel. Weil die B 209 wegen mehrerer quer liegender Bäume im Bereich Hützel voll gesperrt werden musste, kam es zu einem Rückstau. Auf einen in diesem Stau stehenden Pkw krachte ein Baum. Der Fahrer blieb unverletzt. Im Gewerbegebiet in Soltau fiel ein Baum auf einen Lkw. Auch die Bahnstrecke blieb nicht verschont; beispielsweise lagen im Bereich Oeningen Bäume auf den Schienen. Auch auf der Autobahn verzeichnete die Polizei Sturmschäden: Im Bereich Buchholz kippte ein Anhänger um, eine Warnbake im Bereich Schwarmstedt wurde zum Spielball des Sturms, große Hinweistafel lösten sich aus der Verschraubung und drei fallende Bäume führten zu leichten Verkehrsbehinderungen. In Schwarmstedt verdrehte der Wind eine Ampel und in Soltau mussten bei einem Haus sicherheitshalber Dachziegel durch die Feuerwehr abgedeckt werden, um ein Herabstürzen zu verhindern. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Sperrungen nur kurzfristig andauerten. Dabei half das sehr gute Zusammenspiel von Polizei und Feuerwehr. Viele Landkreisbewohner packten auch selber an und beseitigten eigenhändig Bäume. Positiv ist ebenso zu vermelden, dass keine Verletzten zu beklagen sind.