44. Aller-Fackel-Schwimmen

Mutig stürzten sich die Schwimmer in das fünf Grad kalte Wasser.

Fünf Schwimmer aus Schwarmstedt dabei

Schwarmstedt/Celle. Am vergangenen Sonnabend fand in Celle zum 44. Mal das traditionelle Aller-Winter-Fackelschwimmen statt. Die Anfänge dieses Schwimmens liegen im Jahre 1966, womit das Allerschwimmen das wohl älteste Winter-Stromschwimmen Deutschlands ist. Um 17 Uhr stürzten sich – bei einer Wassertemperatur von circa fünf Grad – 158 Teilnehmer (davon 34 Frauen) unter dem lauten Beifall der zahlreichen Schaulustigen an der Allerbrücke in Altencelle in die eisigen Fluten. Ältester Teilnehmer war mit 73 Jahren Karl Ströher, welcher gleichzeitig auch einer der Initiatoren dieses Schwimmens ist. Den weitesten Anreiseweg hatte in diesem Jahr die Wasserwacht Nordhausen mit rund 170 Kilometern. Seit vielen Jahren nimmt auch die Feuerwehr Schwarmstedt mit variierender Schwimmerzahl regelmäßig an dieser Veranstaltung teil. Dieses Jahr waren insgesamt vier Schwimmer und eine Schwimmerin mitsamt Begleitung nach Celle aufgebrochen. Organisiert und durchgeführt wurde dieser Event wie bereits in den vergangenen Jahren von der DLRG Ortsgruppe Celle.
Nach dem Sprung ins kalte Nass galt es für die Schwimmer eine Strecke von circa sieben Kilometern zurückzulegen. Manche Schwimmer beziehungsweise Schwimmgruppen hatten hierzu wieder einige abstrakte Eigenkonstruktionen als Schwimmhilfe und/oder Getränkeversorgung zu Wasser gelassen.
Im Wasser wurden die Teilnehmer von Rettungsbooten der DLRG und der freiwilligen Feuerwehr Celle begleitet. Für Schwimmer die der Kälte nicht trotzen konnten, standen Fahrzeuge der Malteser und der DLRG bereit, mit welchen sie im Bedarfsfall in das Allgemeine Krankenhaus transportiert wurden.
Gegen 17.30 Uhr erreichten die Schwimmer die Fackelausgabe an Thears Garten. Nach dem Genuss eines Glühweins ging es von hier an mit brennenden Fackeln weiter bis zur Pfennigbrücke Celle. Die Fackelübergabe erfolgte hierbei selbstverständlich im Wasser, was sich bei einigen Schwimmern durchaus schwierig gestaltete. Im Ziel, welches die ersten Schwimmer auf Grund der guten Strömung bereits nach circa 80 Minuten erreichten, hatte das Technische Hilfswerk schon für ausreichend Licht zum Ausstieg gesorgt und unterstützte die ankommenden Schwimmer im Bedarfsfall beim Wasserausstieg.
Neben einer kleinen Stärkung und warmen Getränken, konnten alle Schwimmer im Ziel noch ein kleines Bad in der Zuschauermenge genießen, bevor es mit Bussen wieder zurück in das Sportzentrum „Burgstraße“ ging. Aber auch schon während der eigentlichen Schwimmstrecke waren wieder alle Schwimmer von den zahlreichen Zuschauern am Uferrand lautstark unterstützt worden. Im Sportzentrum angekommen, wartete nach einer heißen Dusche ein gemeinsames Abendessen, gefolgt von einem gemütlichen Beisammensein. Darüber hinaus wurden die obligatorischen Urkunden übergeben und so manche Dankesrede gehalten. Gegen 21.30 Uhr erfolgte die allgemeine Heimreise und nahezu jeder freute sich bereits jetzt schon auf das 45. Aller-Winter-Fackelschwimmen im kommenden Jahr.