Abschied von Angelika Haider

Tjark Ommen übergab Angelika Haider noch Blumen zumm Abschied.

Beliebte Lehrerin verlässt die Wilhelm-Röpke-Schule zum Halbjahresende

Schwarmstedt. Mitten im Schuljahr zum 31. Januar hat Angelika Haider mit Erreichen ihres Pensionsalters die KGS Schwarmstedt verlassen. Eine Tatsache, die heutzutage nicht selbstverständlich ist, gehen doch immer mehr Lehrer frühzeitig in den Ruhestand. Aber Angelika Haider hat ihren Beruf, die Schüler und insbesondere auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen geliebt, geht nur mit einem lachenden Auge, ist schon am Tag ihrer Verabschiedung wehmütig und trauert den schönen Zeiten hinterher. So hat sie den Schulleiter Tjark Ommen, mit dem sie die kleine Feierstunde vorbereitet hat, auch ausdrücklich gebeten, keine lange Rede zu halten und auf keinen Fall auf die Tränendrüse zu drücken.
Da Tjark Ommen Angelika Haider, die die Gleichstellungsbeauftragte der KGS war, aus vielen Gesprächen gut kennt und ganz besonders schätzt, hat er sich auf diesen Wunsch aber nicht eingelassen. Zunächst berichtete er den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule, dass die scheidende Lehrkraft am Fuß des Westerwaldes in dem kleinen Ort Sinn geboren wurde und in Wetzlar zur Schule ging. Nach dem Abitur studierte sie in Mainz Germanistik und Romanistik. Nach einer Phase, in der sie sich um ihre Kinder kümmerte und als Dozentin für Deutsch und Französisch an der Volkshochschule, zog sie nach Hameln und arbeite dort als Gymnasiallehrkraft an verschiedenen Schulen, ehe sie 2004 an die KGS Schwarmstedt kam. Nach dem Einstellungsgespräch notierte der damalige Gesamtschuldirektor Udo Möller in der Personalakte: „Frau Haider hinterließ einen hervorragenden Gesamteindruck. Dieser gründet vor allem auf ihrer Einstellung dem Unterricht gegenüber. Sie begreift den Einsatz in den verschiedenen Schulzweigen als Bereicherung und Herausforderung ihrer beruflichen Tätigkeit zugleich“. Möllers Nachfolger Tjark Ommen ist sicher, dass Udo Möller Angelika Haider damit treffend beschrieben hat. Bis heute sei Angelika Haider eine Lehrerin, vor der er großen Respekt hätte. Ihre sehr freundliche, zugewandte und liebevolle Art mit Schülern umzugehen und gleichzeitig die die Richtung klar vorzugeben und damit Orientierung zu bieten, waren vorbildlich. Auch in Gesprächen mit der Personalvertretung bewies Angelika Haider Einfühlungsvermögen, behielt die Ruhe und fand stets die richtigen Worte.
Ommen schloss mit den Worten: „Danke für alles! Sie werden uns, unserer Schule, unseren Schülerinnen und Schülern und mir ganz persönlich sehr fehlen!“ Nach lang anhaltendem Beifall und der Übergabe der Abschiedsurkunde ergriff Nina Kretzer im Namen der Personalvertretung das Wort und bedankte sich mit Tränen erstickter Stimme. Es folgte der Dank der Kolleginnen, die zum Teil viele Jahre gemeinsam mit Angelika Haider das Fach Französisch unterrichtet hatten. Fachleiterin Martina Klingenberg lobte Angelika Haider für ihre Kollegialität und für die Freude, die sie selbst in schwierigen Situationen ausstrahlte und überreichte ihr im Namen aller einen Präsentkorb, der ihr die Zeit des Abschieds erleichtern soll. Kathrin Remmers bedankte sich im Namen der Deutschlehrkräfte für die Arbeit in diesem Fach und Karla Schulz erinnerte daran, dass Angelika Haider neben ihrem Einsatz in ihren studierten Fächern auch im Fach Textiles Gestalten sehr gute Arbeit geleistet hat.
Nach einem französischen Lied, das alle gemeinsam sangen, dankte Angelika Haider für all die lieben Worte und Gesten und versprach, immer einmal wieder in der Schule vorbeizuschauen. Ein Gang durch ein Spalier aus Schülern, die ihr zum Abschied applaudierten, hat den Abschied dann noch schwerer gemacht. Adieu, Angélique.