Abschied von der Wilhelm-Röpke-Schule

Bei den Zwölftklässlern sind es: Justin Grams (von links), Janik Mertens, Charlotte Felmberg, Lisa Wolkenhauer, Lukas Fischer, Jil Rohmund, Sheenara Wiebke, Leonie Zimmermann, Viola Behme, Freya Laufs, Emma Köneke, Gesa Hardekopf, Jost Hilliger, Janus Niebuhr, SV-Lehrerin Karla Schulz, Paula Sandtvos, Sonja Willeke, Johanna Veidt und Elisa Hulm.
 
Melissa Mußmann, Merva Karademir und Timo Lübke werden von der SV-Verbindungslehrerin Karla Schulz für ihren Einsatz für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausgezeichnet.

Zwei gelungene Bälle runden das Schulleben ab

Schwarmstedt. Seit 2002 gibt es an der Wilhelm-Röpke-Schule neben der von der Schulleitung organisierten Zeugnisverleihung zum Abschied von der Schulzeit feierliche Bälle. Damals noch als Haupt- und Realschule wollten die Schüler aus den Klassen von Karin Engelke, Rainer Schröder und Karla Schulz unbedingt einen Ball feiern so wie sie es in amerikanischen Filmen gesehen hatten. Die Schulleitung befürchtete Alkoholexzesse und es gab in Schwarmstedt damals noch keine geeignete Festhalle. Dankeswerter Weise war die 1. Vorsitzende des Eltern- und Förderkreises Christiane Wiebe schnell von der Idee begeistert und der Verein übernahm die Verantwortung; Rainer Schröder kümmerte sich unter anderem darum, dass man in der Aller-Meiße-Halle in Hodenhagen feiern durfte. In den folgenden Jahren kamen die Gymnasialschüler dazu, die Schule war KGS geworden, ging aber lediglich bis zum zehnten Schuljahr. Dann konnte man in die eigene Mensa umziehen; und 2011 wurden zum ersten Mal in einem separaten Ball Abiturienten entlassen. Nicht etwa, weil die Schulzweige nicht mehr zusammen feiern wollten, sondern weil die Abiturienten zwei oder drei Jahre älter sind und die Zahlen der Ballbesucher immer größer wurden. So gab es mit den Bällen in diesem Jahr 18 Bälle mit Haupt- und Realschülern und neun Bälle, die nach der zwölften Klasse gefeiert wurden, insgesamt 27 Veranstaltung. Eine bemerkenswerte Zahl, und jeder Ball für sich war etwas Besonderes.
In diesem Jahr war der Haupt- und Realschulball in alter Tradition eine Veranstaltung des Eltern- und Förderkreises und Christiane Wiebe begrüßte zu Beginn ihre Gäste, die erwartungsfroh in festlicher Kleidung die Mensa füllten. Nach einem tollen Büfettessen der Landfleischerei Heims wurde dann auch das Tanzbein geschwungen und fröhlich gefeiert. Die Jugendlichen hatten im Rahmen des Ganztagsunterrichts tanzen gelernt und die Tanzfläche war bis tief in die Nacht gut gefüllt. Das Technikteam der KGS, das unter der Leitung des Schulassistenten Thomas Sauer die Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen aufgebaut hatte, sorgte für die passende Musik. Auf Bjarne Kötter, Niklas Fischer, Simeon Brammer und Timo Lübke ist immer Verlass.
Beim Abiturball, der von den Jugendlichen unter der Regie ihres unglaublichen Jahrgangssprechers Jost Hilliger komplett selbstständig und ebenfalls absolut professionell organisiert worden war, verlief die Veranstaltung ähnlich. Begrüßt wurden die Gäste vom Jahrgangssprecher und seiner Stellvertreterin Emma Köneke, die zudem die Veranstaltung moderierten. Auch hier gab es ein leckeres vielfältiges Heims-Büfett und das Tanzen klappte Dank der Übung im K12 Tanzstudio hervorragend. Erstmalig hatten die Abiturienten ihren Gesamtschuldirektor gebeten, auch auf dem Ball eine Rede zu halten, was er natürlich gerne übernahm und in seiner typischen Art Weisheiten mit emotionalen Momenten verband. Das kleine Geschenk, das er den Jugendlichen mitgab, hatten die Haupt- und Realschüler schon bei der Zeugnisvergabe erhalten; Herr Ommen legt viel Wert darauf, jeden Schüler gleich zu behandeln.
Eine weitere Tradition ist es, dass auf den Bällen von Seiten der Schülervertretung die  Schüler geehrt werden, die für die Schule und die Schülervertretung mehr als das übliche geleistet haben. Es waren dies Melissa Mußmann, Merva Karademir, Charlotte Felmberg, Elisa Hulm, Freya Laufs, Janik Mertens, Janus Niebuhr, Jil Rohmund, Johanna Veidt, Jost Oehlerking, Justin Grams, Leonie Zimmermann, Lisa Wolkenhauer, Lukas Fischer, Marie Zutz, Paula Sandtvos, Sheenara Wiebke, Sonja Willeke, Viola Behme.
Timo Lübke (Einsatz im Bereich der Veranstaltungstechnik), Gesa Hardekopf, Emma Köneke und Jost Hilliger erhielten neben einer Urkunde für ihr jeweils jahrelanges engagiertes und kompetentes Eintreten zusätzlich die „Goldene Eintrittskarte“, die ihnen in der Zukunft den Besuch aller Schulveranstaltungen ermöglicht. Die Tatsache, dass so viele Jugendliche ausgezeichnet wurden, zeigt wie bei der Zeugnisübergabe, dass es sich in diesem Jahr um besonders engagierte Schülerinnen und Schüler handelt; die höhere Anzahl bei den Zwölftklässlern ist durch die längere Verweildauer an der Schule und die andere Stundenplangestaltung mit zwischengelagerten Freistunden begründet, man hatte einfach mehr Zeit, sich um andere zu kümmern.
Beim Abiball ist es üblich, dass ab 22 Uhr ehemalige Schüler dazukommen, die mit den aktuellen Abiturienten gemeinsam feiern. Das gibt in jedem Jahr ein großes Wiedersehensfest, bei dem viele emotionale Momente erlebbar sind. So haben sich die Jugendlichen unter anderem an singenden Lehrkräften, natürlich mit „Samba si – Arbeit no“, und an einem tanzenden und als DJ fungierenden Gesamtschuldirektor erfreuen können und es gab auf dem Ball nur einen negativen Moment, als nämlich Jonas Fischer, der mit seiner Firma für Technik und Musik engagiert war, die Veranstaltung in fortgeschrittener Stunde beenden musste.
Beim Verlassen des Festzelts sagte Anna, die schon vor Jahren Abitur gemacht hat zur SV-Lehrerin Karla Schulz: „Hierher zu kommen ist wie nach Hause kommen“, da wusste Karla Schulz einmal mehr, dass sie den schönsten Beruf der Welt hat.