Aktion Räderwerk im Heidekreis

Überprüfungen von rund 30 Betrieben an zwei Tagen

Heidekreis. Am Dienstag und Mittwoch in der Zeit von 11 bis 19 Uhr
kontrollierte das Projekt "Räderwerk" rund 30 Betriebe im gesamten Heidekreis.
Betroffen waren die Ortschaften Schwarmstedt, Walsrode, Bad Fallingbostel,
Soltau, Schneverdingen und Munster. Das Augenmerk der rund 60 Vertreter von
Polizei, Zoll, Finanzbehörden und des Landkreises lag bei der Kontrolle auf
Friseur- und Barbershop´s, Gastronomie, Tatoo-Studios sowie Kfz-Betriebe. Im
Rahmen dessen wurde insbesondere auch auf die Einhaltung der gesetzlichen
Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie geachtet.
Die Polizei des Heidekreises mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Lüneburg
fiel in erster Linie die Aufgabe zu, eine sichere Atmosphäre für die Kontrollen
der Netzwerkpartner zu schaffen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten
wurde ein kleiner Führungsstab am Sitz der PI Heidekreis eingerichtet. So wurden
bei den Kontrollen zwei Verstöße wegen illegaler Ausländerbeschäftigung, ein
aufenthaltsrechtlicher- und ein Meldepflichtverstoß festgestellt. Gegen einen
Arbeitgeber werden Ermittlungen wegen sechsfacher Beitragsvorenthaltung geprüft.
In einem anderen Fall wird wegen des Verdachtes der illegalen Prostitution
ermittelt. Weiterhin gab es Feststellungen nach baurechtlichen- sowie
arbeitsschutz- und steuerrechtlichen Verordnungen. In einigen Fällen stehen noch
weitere Auswertungen und Folgeermittlungen aus. Hinsichtlich der Überprüfung der
Sicherheitsvorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist es auch als sehr
erfreulich anzusehen, dass diese doch weitestgehend eingehalten werden. In vier
Betrieben wurden die Corona-Auflagen nicht beachtet Im Rahmen der Kontrolle kam
den Beamten am Mittwochnachmittag in Schwarmstedt ein alkoholisierter Radfahrer
entgegen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Gegen den Radler
wird nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Kontrollen verliefen an
beiden Tagen störungsfrei.
"Räderwerk" steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und
Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in
einem ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt neben der Rockerkriminalität
ebenso gegen kriminelle Familienstrukturen konsequent vorzugehen. Die
Kooperationspartner sind der Meinung, diesem Phänomen, das unter anderem durch
Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten
gekennzeichnet ist, offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle
entgegenzutreten.