Baugebiet „Auf der Meinte“ vorgestellt

Architektin Susanne Vogel (rechts) trägt zur Baulandentwicklung in der Gemeinde Schwarmstedt vor. Foto: B. Stache
 
Die Ausschusssitzung im Uhle-Hof wird auch von zahlreichen Einwohnern verfolgt. Foto: B. Stache

Sinnvolle Ergänzung zum Schwarmstedter Wohngebiet „Am Bornberg I und II“

Schwarmstedt (st). Vorsitzender Detlev Rogoll leitete am Montag die Sitzung des Bau-, Wege-, Natur- und Umweltausschusses der Gemeinde Schwarmstedt. Gemeindedirektor Björn Gehrs und dessen allgemeiner Vertreter Martin Geisel nahmen daran teil, ebenso mehr als 30 Bürger, die in den Uhle-Hof gekommen waren. Drei große Themen bestimmten die Tagesordnung: Vorstellung der Baulandentwicklung in der Gemeinde Schwarmstedt (Weiterentwicklung Schwarmstedt-Nord), Bebauungsplan Nr. 46 „Auf der Meinte“ mit örtlicher Bauvorschrift (Information über das Planungskonzept) sowie Neugestaltung des Rathausumfeldes und des Bereiches vor der Kirche. Architektin Susanne Vogel (Bauleitplanung) aus Hannover präsentierte in ihrem Vortrag die Baulandentwicklung Schwarmstedt Nord und erläuterte erste Planungen zum zukünftigen Baugebiet „Auf der Meinte“. Das Gebiet am Nordrand der Gemeinde Schwarmstedt beiderseits der Kreisstraße 105 (Esseler Straße) erscheint aufgrund seiner Nähe zum bereits vorhandenen Wohngebiet „Am Bornberg I und II“ sowie zum Bahnhof sinnvoll für eine Bebauung, erklärte sie. Die lokale Bevölkerungsentwicklung trage dieser Erweiterung Rechnung. In der Samtgemeinde Schwarmstedt werde es bis zum Jahr 2026 eine Einwohnerzunahme von 1084 geben, lautet die Prognose des Landesamts für Statistik Niedersachsen. Demnach könne diese Zahl als echter Zuwachs innerhalb der nächsten 15 Jahre noch auf 1500 steigen, berichtete die Architektin. In einem ersten Bauabschnitt könnten westlich der K105 etwa 60 Grundstücke mit einer Größe von 550 bis zirka 1000 Quadratmetern entstehen. Dafür gebe es bereits mehr als 100 Bewerber, bestätigte Ausschussvorsitzender Detlev Rogoll. Der von Susanne Vogel vorgestellte Entwurf sieht an der Kreisstraße von Essel kommend einen Kreisel als neuen Ortseingang Schwarmstedt vor, von dem aus auch das Neubaugebiet „Auf der Meinte“ angefahren werden kann. Die Durchlässigkeit zu den Bornberg-Baugebieten ist gegeben. Die Ausschussmitglieder folgten einstimmig dem Vorschlag ihres Vorsitzenden Detlev Rogoll, die beiden Themen Baulandentwicklung und Bebauungsplan „Auf der Meinte“ zur weiteren Beratung an die Fraktionen zu geben. Auch beim Tagesordnungspunkt „Neugestaltung des Rathausumfeldes“ gab es keinen Beschluss. Zum Sachverhalt: Die Gremien der Samtgemeinde Schwarmstedt hatten über die Neugestaltung des Umfelds des Rathauses und des Bereichs vor der Kirche beraten. Es sollten Möglichkeiten geprüft werden, diesen Bereich als „zentralen Bereich“ neu zu gestalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um dem wachsenden Ort Schwarmstedt auch eine entsprechend attraktiv gestaltete Ortsmitte zu verschaffen. Hierbei hat die Samtgemeinde ihre Bereitschaft erklärt, den „Lüderitzgarten“ in die Überlegungen einzubeziehen, allerdings betrifft dies nur Flächen, die nicht für einen Traugarten benötigt werden. Zudem kann eine Umsetzung erst nach einer möglichen Sanierung des Rathauses erfolgen. Dies wäre in einigen Jahren nach Abschluss der Bauarbeiten am Hallenbad, das als Projekt weiterhin Priorität genießt, möglich. „Die Umgestaltung der zentralen Mitte fällt in die Zuständigkeit der Gemeinde Schwarmstedt. In der Fachausschusssitzung ist unter Beteiligung der Kirchengemeinde abzuklären, welche Möglichkeiten bestehen und welche Schritte eingeleitet werden sollen“, hieß es in der Beschlussvorlage für den Bau-, Wege-, Natur- und Umweltausschuss. Für den Kirchenvorstand meldete sich Pastor Frank Richter zu Wort. Er machte deutlich, dass die Freifläche unmittelbar vor der St.-Laurentius-Kirche nicht zur Disposition steht. Nach kurzer Diskussion schlug Ausschussvorsitzender Rogoll einen Workshop zu diesem Thema vor – mit der Samtgemeinde, der Gemeinde Schwarmstedt und der evangelischen Kirche. Die Begründung, das Thema erst nach Abschluss der Rathausplanungen zu behandeln, fand die Zustimmung aller Ausschussmitglieder.