Besuch im Druckzentrum der Celleschen Zeitung

In der Druckvorstufe kommen die fertigen Seiten über das Internet nach Celle.

Jugendliche besichtigten die Druckerei des Schwarmstedter ECHO

Schwarmstedt/Celle. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Ferienprogramms des Samtgemeindejugendrings Schwarmstedt die Druckerei der Celleschen Zeitung besichtigt.
Mit dem „Allerauto“ aus dem E-Car-Sharing Projekt ging die Fahrt nach Celle; erstaunlicherweise ohne jeden Stau und für alle zum ersten Mal mit einem Elektroauto.
Das Druckzentrum der Celleschen Zeitung zählt mit seinen 30 Mitarbeitern zu den größten und modernsten grafischen Betrieben in der Südheide. Vor dem riesigen Gebäude begrüßte Heiko Leineweber die Jugendlichen und ihre Betreuer und brachte sie zunächst in das Büro der sogenannten „Druckvorstufe“. Wie sich im Laufe des Vormittags herausstellte arbeitet Heiko Leineweber seit 35 Jahren bei der Celleschen Zeitung genau wie sein Bruder, der Redakteur ist, und auch schon sein Vater. Er ist also ausgemachter Fachmann und konnte lebendig und umfassend erklären, was alles dazugehört, damit die Leser mit den neuesten Nachrichten versorgt werden können. Dabei ging er auch immer wieder darauf ein, wie die Arbeitsschritte in früherer Zeit durchgeführt wurden; stets mit sehr viel mehr Personal und Zeitaufwand.
In der Druckvorstufe kommen per E-Mail die fertigen Seiten der einzelnen Redaktionen an; die Druckerei stellt nämlich nicht nur die Cellesche Zeitung (Tageszeitung für Stadt und Landkreis Celle mit circa 29.000 Exemplaren), sondern auch die Aller Zeitung (Lokalzeitung des Landkreises Gifhorn mit circa 32.000 Exemplaren), die Peiner Allgemeine Zeitung (Lokalzeitung im Landkreis Peine mit circa 17.000 Exemplaren), die Wolfsburger Allgemeine Zeitung (Kreiszeitung Landkreis Wolfsburg mit über 32.000 Exemplaren), die Mitteilungsblätter der Samtgemeinden Lachendorf und Wathlingen und des Haus & Grund Vereins, sondern auch die Wochenzeitungen Schwarmstedter, Wedemark und Langenhagener ECHO her.
So ist stets nachts und besonders am Freitag ganz viel zu tun und alles muss schnell gehen, denn die Zeitungsboten sollen die Ausgaben pünktlich erhalten. Die Seiten werden mit modernen Maschinen auf Aluminiumplatten übertragen, die für die verschiedenen Farben (schwarz, gelb, cyan, magenta) jeweils extra hergestellt werden. Die Druckvorlagen werden dann auf große Rollen eingespannt, wobei die Reihenfolge unbedingt stimmen muss. Beim Andruck wird alles auf eine gummierte Platte übertragen und von dort auf das Papier gepresst. Die Rotationsdruckmaschine „Colora“, die als nächstes besichtigt wurde, bedruckt pro Jahr rund 4.500 Tonnen Papier mit mehr als 100 Tonnen Farbe. Sämtliche Druckobjekte werden ausschließlich im Rollenoffset-Rotationsdruck (Coldset) gefertigt.
Besonders staunten die Besucher über die riesigen Papierrollen, auf denen jeweils 24 Kilometer Papier aufgerollt sind. Nachdem zunächst nach einem kurzen Andruck geprüft wurde, ob alles in der richtigen Reihenfolge ist und gut aussieht, wurde mit einem enormen Tempo gedruckt und schließlich maschinell Werbeprospekte eingelegt. Die Schwarmstedter Gäste waren beeindruckt, wie präzise und schnell gearbeitet wird und durften zum Schluss ein druckfrisches Exemplar der Zeitung mit nach Hause nehmen, deren Produktion sie von Anfang bis Ende verfolgt haben. Eine Erinnerung an eine leerreiche spannende Besichtigung, für die sich alle bei Heiko Leineweber ganz herzlich bedankten. Und eins ist klar, das nächste Exemplar des Schwarmstedter ECHO wird man mit anderen Augen betrachten.