BI verfasst Positionspapier an die Gemeinderäte - Erneut gute Beteiligung an Protesten zu Rodewalder Mastanlagen

Mahnwache „Am Hufeweg“ direkt in der Feldmark, wo die Mastanlagen entstehen sollen.
Heidekreis. Auch am 3. Advent fanden sich wieder viele Bürgerinnen und Bürger am Hufeweg zwischen Rodewald und Nienhagen ein, um ein Zeichen gegen den Bau von zwei Hähnchen-Mastanlagen zu setzen. Einige Bürger traten noch vor Ort in die Bürgerinitiative (BI) ein, um ihre Abneigung gegen diese Art der industrialisierten Massentierhaltung deutlich zu machen. Auch am kommenden Sonntag findet wieder eine Mahnwache um 18 Uhr statt.
Mittlerweile hat die BI contra Tierfabriken in Rodewald einen schriftlichen Einwand und ausführliche Fragestellungen ausgearbeitet und an die betroffenen Gemeinderäte in Gilten und Rodewald, sowie an die Samtgemeinden Steimbke und Schwarmstedt verschickt. Hierin wird detailliert auf die Gefahren der Anlage für Mensch und Umwelt hingewiesen und diese mit aktuellen wissenschaftlichen Gutachten (zu Multiresistenten-Keimbelastung) untermauert. Zudem geht es um ungeklärte Fragestellungen bei der Zuwegung zur Mastanlage und Fragen zu Brandschutzbestimmung des Baus. Die BI fordert, dass die Gemeinden ihr gemeindliches Einvernehmen zum Bau der industriellen Mastanlage nicht erteilen, beziehungsweise Einspruch dagegen erheben.
Zudem wurde in der vergangenen Woche das Gespräch mit der Bürgermeisterin von Rodewald, Frau Fick, gesucht. Hier wurden jedoch keine konkreten Ergebnisse erzielt. Der Samtgemeinde Bürgermeister von Steimbke Hans-Jürgen Hoffmann sicherte zu, die Einwände der BI ernst zu nehmen und offene Fragen klären zu wollen. Der Gemeinderat in Gilten hat das Thema für die nächste Gemeinderatssitzung, die am 13. Dezember stattfand, mit auf die Tagesordnung gesetzt. Kontakt und Ansprechpartner: Mark Reinert, Telefon (01 70) 6 32 17 35, E-Mail mark.reinert@gmx.de; Ines Brandes, Telefon (0 50 74) 96 10 82 und Herwig zum Berge, Telefon (0 50 74) 9 21 14.