Bildungsfrühschoppen in Norddrebber

Die Teilnehmer des Bildungsfrühschoppens in Norddrebber.

„Lernen für begabungsgerechte Chancen“ war das Thema

Norddrebber. Mehrere Direktkandidaten der Parteien aus dem Wahlkreis Walsrode für die kommende Wahl des Niedersächsischen Landtages folgten vergangenen Samstag einer Einladung der Fördergesellschaft Norddrebber – „Lernen für begabungsgerechte Chancen“ zu einem Bildungsfrühschoppen. Hierzu gehörten die Direktkandidaten Tanja Kühne (FDP), Michael Lebid (SPD) und Dr. Hans-Peter Ludewig (Die Grünen). Im thematischen Mittelpunkt des zweistündigen Treffens, das von Dr. Stefan Dreesmann und der 1. Vorsitzenden der Fördergesellschaft, Christiane Heitmüller, moderiert wurde, stand die Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit ausgeprägten Lernstörungen in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Folge dieser Schwierigkeiten können dauerhafte Schul- und generelle Versagensängste sowie Lernverweigerungen mit psychosomatischen Folgereaktionen und entsprechend negativen Auswirkungen auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung sein. Nach Auffassung der Fördergesellschaft besteht insbesondere Verbesserungsbedarf in der Bereitstellung finanzieller Mittel durch das Land für die Förderung dieser Kinder sowie in der universitären Ausbildung der angehenden Pädagogen. In der lebhaften und von großer Fachkompetenz geprägten Aussprache mit den Mitgliedern der Fördergesellschaft, dem Bürgermeister der Gemeinde Gilten, Erich Lohse; und dem Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs stellten die anwesenden Direktkandidaten ihre unterschiedlichen Standpunkte zur Diskussion.
Anlass für den Bildungsfrühschoppen war das fünfjährige Bestehen der Fördergesellschaft, deren Ziel es ist, Kindern mit diesen ausgeprägten Lernstörungen durch qualifizierte therapeutische und individuelle Begleitung zu helfen. Mangels ausreichender staatlicher Hilfen für diese Kinder versucht die Fördergesellschaft soweit möglich dort zu helfen, wo Eltern finanziell nicht dazu in der Lage sind, die erforderliche lerntherapeutische Einzelbehandlung alleine zu tragen. Bisher konnte auf diesem Wege mit den vorhandenen Spenden mehr als 50 Kindern geholfen werden. Motiviert durch die intensive Diskussion mit allen Anwesenden und um auf eine Verbesserung der Situation seitens des Landes hinzuwirken; soll der Dialog mit der Politik nach der Wahl mit einem zweiten Bildungsfrühschoppen fortgeführt werden.