Brandschutzerziehung im Kindergarten Bothmer

Die Kinder hörten interessiert zu beim Thema Feuer.
Bothmer. Kürzlich bekam der Kindergarten Bothmer wieder Besuch von den Brandschutzerziehern der Freiwilligen Feuerwehr Bothmer, um den kleinsten der Gesellschaft an zwei informativen Tagen einige Grundlagen in Sachen „gutes Feuer – böses Feuer zu vermitteln. Im Kindergarten ist das wichtigste Lernziel hierbei das Verhalten im Brandfall. Genau hier setzt die Brandschutzerziehung an.
Am ersten Tag besuchte die Feuerwehr den Kindergarten. In einer gemeinsamen Gesprächsrunde wird zunächst einmal der Wissensstand der Kinder was Feuer betrifft erfragt. Das Feuer kann nicht nur hell, warm und freundlich sein, sondern auch böse verletzend und zerstörend sein. Bereits hier werden positive und negative Erfahrungen über das Feuer von den Kindern wiedergegeben. Sinn und Zweck dieses Gespräches ist es, die Aufmerksamkeit der Kinder auf die negativen Eigenschaften des Feuers zu lenken. Die Kinder müssen begreifen, dass Feuer nicht nur warm, hell und freundlich, sondern auch Heiß, Schmerzhaft, verletzend, und Lebensbedrohlich sein kann. Besondere Beachtung ist hierbei dem Brandrauch zu widmen. Er hat die fatale Eigenschaft das Kinderzimmer in kürzester Zeit von einem Hort der Geborgenheit in eine Todesfalle zu verwandeln. Dies wurde den Kindern in diesem Jahr Anhand eines sogenannten „Rauchhauses“ gezeigt. Das Rauchhaus ist aufgebaut wie ein komplettes Puppenhaus mit Flur, Räumen, Möbeln und Personen. In dieses, durch eine Plexiglasscheibe nach vorn verschlossene Modell wird künstlicher Rauch eingeleitet, sodass die Kinder genau sehen können wie sich der Rauch in einem Gebäude ausbreitet. Die Kindergartenkinder bekommen folgende Verhaltensregeln an die Hand: Spiele niemals mit Feuer; Wenn man Streichhölzer oder Feuerzeug findet sollte man das niemals allein ausprobieren. Am besten nicht einmal in die Hand nehmen. Wenn man ein Feuer sieht, laut um Hilfe rufen (nach Mama, Papa, größere Geschwister) und schnell entfernen und wenn man dabei durch Türen geht, sollte man diese schließen. Nicht vor dem Feuer verstecken im Schrank, unter dem Tisch oder im Bett. Denn Feuer findet die Menschen überall. Nicht zurückgehen, um Spielsachen mitzunehmen. Haustiere sind in der Lage sich selbst zu helfen. Der Rückzug vom Feuer wird im praktischen Teil geübt, indem alle den Gruppenraum ins Freie verlassen. Das kriechende Fortbewegen unter dem Rauch wird hierbei durch Schwungtücher (Bettlaken oder ähnliches) simuliert. Nach erfolgreicher Flucht vor dem Feuer kommt ein weiterer wichtiger Punkt, welcher vor allem im Kindergarten wichtig ist – das Durchzählen.
Am zweiten Tag besuchen die Kindergartenkinder das Feuerwehrgerätehaus. Dann ist es mit über 40 Kindern gerammelt voll. Als erstes wurden die Kinder in vier Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppen durchliefen dann vier unterschiedliche Stationen. An der ersten Station wurde ein Feuerwehrfahrzeug aus Pappe gebastelt. Die zweite Station bildet das Vorstellen der persönlichen Schutzausrüstung der Feuerwehrkameraden komplett mit Atemschutzgerät. Die dritte Station beinhaltete die Besichtigung des TSF. Dabei wurden die Gerätschaften erklärt, und auch probesitzen konnten die Kinder. An der vierten und letzten Station war dann Spiel und Spaß angesagt. Die Kinder durften jetzt mit Wasser Zielspritzen üben und dies mit richtigen Schläuchen und Strahlrohren. Diese sehen genauso aus wie bei den Großen, Sind aber deutlich kleiner. Gegen Mittag hieß es dann wieder Abschied nehmen und zurück zum Kindergarten spazieren.