Brechanlage bei Marklendorf

Die Vorbereitungen zur Installation einer mobilen Brechanlage nordöstlich der Autobahnabfahrt Schwarmstedt laufen auf Hochtouren. Foto: B. Stache

Geplanter Bauplatz an der BAB 7 Abfahrt Schwarmstedt beunruhigt die Bürger

Marklendorf (st). Erste Bautätigkeiten nordöstlich der Autobahnabfahrt Schwarmstedt beunruhigen auch die Marklendorfer Bürgerin Simone Lotze. In unmittelbarer Nähe zu einem Feuchtgebiet soll an dieser Stelle ein Bauplatz für eine mobile Brechanlage entstehen – in Zusammenhang mit der Sanierung der Bundesautobahn A 7. Es wurden bereits ein großer Erdwall errichtet und Asphalt-Anrampungen von der befestigten Straße geschaffen. Simone Lotze hatte sich mit Fotos von den Bauaktivitäten an die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Heidekreis gewandt und an die Redaktion des Schwarmstedter Echo. Das Baugenehmigungsverfahren zum Einrichten eines Bauplatzes für die Brechanlage läuft, erklärte Erster Kreisrat Oliver Schulze auf Anfrage dem Echo. Die Antragsunterlagen wurden beim Landkreis Heidekreis eingereicht. „Wir haben von den zukünftigen Betreibern auch ein Schallgutachten eingefordert.“ Am Donnerstag hatte sich die Bauaufsicht des Heidekreises vor Ort ein Bild von den vorbereitenden Maßnahmen gemacht. Die bisher erfolgten Arbeiten werden vom Heidekreis geduldet, machte der Erste Kreisrat deutlich. Es haben auch schon Bodenarbeiten zur sogenannten Prospektion stattgefunden. Damit soll geprüft werden, ob mit archäologischen Funden zu rechnen ist. „Die Prospektion ist abgeschlossen“, berichtete Oliver Schulze. Es habe keine Anzeichen für archäologische Funde gegeben. „Wir haben an die Betreiber den Hinweis gegeben, dass keine weiteren Baumaßnahmen bis zur Erteilung der Baugenehmigung mehr stattfinden.“ Die untere Naturschutzbehörde sei in das Verfahren eingebunden, versicherte Oliver Schulze. Der Heidekreis lege großen Wert auf ein formales, korrektes Baugenehmigungsverfahren. „Wir wollen aber auch nicht der Sanierung der Autobahn im Wege stehen.“ Wenn alle Unterlagen vorliegen, sei mit einer raschen Genehmigung des Bauvorhabens seitens des Heidekreises zu rechnen.